Vom Alltag zur Abstraktion
In seinen Bildern experimentiert der gebürtige Hamburger mit expressiver Farbigkeit, der Abstraktion von Formen sowie der Veränderung und Verflüchtigung von Realitäten. Die Motive, die Jan Köhnholdt aus den Medien oder aus alltäglichen Erlebnissen entnimmt, variieren: Mal steht das Geschehen im Vordergrund, mal die Eigenheit, die Komik oder die Schönheit des Erlebten. Immer jedoch bleibt der Mensch im Zentrum – seine Eitelkeit, das Spannungsverhältnis von Sein und Schein, sowie sein Verhalten in verschiedenen Lebenssituationen, sei es in der Gesellschaft oder der Politik. Die Bildmotive sind dabei nur „Funkengeber“, so Köhnholdt: „Ich löse mich von der Realität, ergänze, überhöhe und wandle sie ab. Das Bild und sein Geheimnis wird von den Betrachtern unterschiedlich interpretiert, ein Vorgang, der mich besonders fasziniert und interessiert, da ich immer bestrebt bin, eine Offenheit der Wahrnehmung zu ermöglichen.“