Backstage

Jan Köhnholdt

Vom Alltag zur Abstraktion

In seinen Bildern experimentiert der gebürtige Hamburger mit expressiver Farbigkeit, der Abstraktion von Formen sowie der Veränderung und Verflüchtigung von Realitäten. Die Motive, die Jan Köhnholdt aus den Medien oder aus alltäglichen Erlebnissen entnimmt, variieren: Mal steht das Geschehen im Vordergrund, mal die Eigenheit, die Komik oder die Schönheit des Erlebten. Immer jedoch bleibt der Mensch im Zentrum – seine Eitelkeit, das Spannungsverhältnis von Sein und Schein, sowie sein Verhalten in verschiedenen Lebenssituationen, sei es in der Gesellschaft oder der Politik. Die Bildmotive sind dabei nur „Funkengeber“, so Köhnholdt: „Ich löse mich von der Realität, ergänze, überhöhe und wandle sie ab. Das Bild und sein Geheimnis wird von den Betrachtern unterschiedlich interpretiert, ein Vorgang, der mich besonders fasziniert und interessiert, da ich immer bestrebt bin, eine Offenheit der Wahrnehmung zu ermöglichen.“

Sabine Rieck und Susann Kasten-Jerke

Zwei Künstlerinnen im Dialog

Ausgehend von den sparsam und fein gestalteten Radierungen von Sabine Rieck wurde mit den farbenprächtigen, abstrakten Bildern von Susann Kasten-Jerke ein wunderbares Pendant für diese Ausstellung gefunden.

Sabine Rieck (geb. 1953) studierte „Visuelle Kommunikation“ an der damaligen Werkkunstschule Wuppertal und arbeitete anschließend als Werbegrafikerin. Seit 1982 lebt und arbeitet sie in Kiel, auch als Illustratorin für Buchverlage. 1997 begann sie, in ihrer Druckwerkstatt intensiver nach ihrem eigenen künstlerischen Ausdruck zu suchen.

Susanne Kasten-Jerke (geb. 1963) studierte Architektur an der heutigen Muthesius-Kunsthochschule Kiel und begann 2001 ihre freie künstlerische Arbeit. Ihr Atelier Sukaart in Kiel hat seit 2015 eine Zweigstelle in Ascheberg.

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