Recital: Zwischenwelten
Für sein Konzert in Marne hat der amerikanische Pianist Jacob Nydegger ein sehr spezielles Programm zusammengestellt: Von Igor Straor Stravinsky „Petruschka“ über Alexander Skrjabins Sonate Nr. 5 und Préludes von S. Andrew Lloyd bis hin zu Beethovens Sonate Nr. 30 in E-Dur reicht die Bandbreite des Abends. Anhand der Werke demonstriert der Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, wie die Komponisten in den unterschiedlichen Epochen mit den Gegensätzen in der Musik gearbeitet haben. Von Strawinskys lebendigem Spiel zwischen Mensch und Puppe bis hin zu Beethovens Mischung aus Sanftheit und Stärke verdeutlicht das Programm, dass Gegensätze nicht nur Konflikte bedeuten. Sie können auch Harmonie, Ausgleich und die besondere Schönheit zeigen, die entsteht, wenn Gegensätze zusammenwirken. Gleichzeitig loten die Werke die Vielfalt und Möglichkeiten des Klaviers als Instrument aus und schlagen eine Brücke zwischen unterschiedlichen Epochen und Stilen.