Zwischen Mythos und musikalischer Unsterblichkeit
Kaum ein Werk der Musikgeschichte ist von so vielen Legenden umrankt wie Mozarts Requiem. Ein geheimnisvoller Bote, ein anonymer Auftraggeber und die Vorstellung, Mozart habe an seiner eigenen Totenmesse gearbeitet, lassen die Gerüchteküche seit mehr als 200 Jahren brodeln. Gerne wird auch kolportiert, Antonio Salieri habe etwas mit Mozarts Tod zu tun gehabt. Mit der historischen Wahrheit hat all das allerdings wenig zu tun.
Tatsächlich war es der Graf Franz von Walsegg, der Mozart 1791 über einen Mittelsmann mit dem Requiem beauftragte – zum Gedenken an seine verstorbene Frau. Der Graf wollte das Werk offenbar später als seine eigene Komposition ausgeben. Mozart konnte die Totenmesse jedoch nicht mehr vollenden: Am 5. Dezember 1791 starb er, während große Teile des Werkes noch unvollendet waren. Sein Schüler Franz Xaver Süßmayr führte die Komposition nach Mozarts Tod zu Ende.
Geblieben ist ein Werk von außergewöhnlicher Eindringlichkeit: vom düsteren „Requiem aeternam“ über das dramatische „Dies irae“ bis zum ergreifenden „Lacrimosa“. Der Chor der Stadtkirche und die Kantorei der Friedenskirchengemeinde Elmshorn bringen Mozarts berühmtes Requiem unter der Gesamtleitung von Florian Hanssen zur Aufführung – Musik zwischen Trauer und Hoffnung, Schrecken und Trost.