Über Sehnsucht, Entschiedenheit und Liebe
Arne hat eine liebevolle Familie, gute Freunde und allen Grund, mit seinem Leben zufrieden zu sein. Und doch ist er in einer tiefen Einsamkeit gefangen. Erst als er die faszinierende Laura kennenlernt, gelingt es ihm, sich aus seinem Schneckenhaus zu befreien. Zum ersten Mal in seinem Leben spürt er echte Nähe. Doch er ahnt nicht, womit Laura zu kämpfen hat. So ist es fast zu spät, als Arne erkennt, dass nicht nur er auf Laura angewiesen ist, sondern auch sie seine Unterstützung braucht.
Florian Knöppler, geboren 1966, studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Bonn und Bologna. Nach der anschließenden Ausbildung zum Redakteur arbeitete er für verschiedene Radio- und Fernsehsender und schrieb Zeitungsreportagen, häufig über Menschen mit besonderen Lebenswegen. 2015 begann er mit dem Schreiben von Romanen. Inzwischen sind „Kronsnest“, „Habichtland“ und „Südfall“ erschienen. Anfang März 2026 kommt „Mit dem ersten Licht“ hinzu. Seit etwa 20 Jahren lebt er mit seiner Familie auf einem Hof in Schleswig-Holstein.
Leben als Minderheit
Elli Unruh erzählt in „Fische im Trüben“ die Geschichte einer deutsch-mennonitischen Familie, die bis Ende der achtziger Jahre in der Sowjetunion, im südlichen Kasachstan, lebte. Sie taucht ein in die Zeit ihrer Vorfahren, Großeltern und Eltern. Einprägsam und lebendig schildert sie das Leben von Menschen, die durch den Lauf der Geschichte und ständig wechselnde Lebensumstände und -orte nicht mehr aus noch ein wissen, aber in Traditionen, Religion und eigener Sprache Halt finden. Faszinierend lernt man eine ganz und gar fremde Welt kennen, fremde Lebensweisen, fremd auch, was das sowjetische System im Alltag betrifft mit der allgegenwärtigen Miliz und den „Bevollmächtigten“ …
Elli Unruh, 1987 in Georgijewka (Kasachstan) geboren, wuchs in Süddeutschland auf. Sie arbeitet heute im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Für die Fertigstellung dieses, ihres ersten Romans erhielt sie eine Förderung der Kunststiftung sowie des Förderkreises für Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg. Sie lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Aber?
Der Mann hat mit seinen Kolumnen mehr als 20 Jahre das „Titanic“-Magazin mit geprägt, die Comicbände, die er mit seinem kongenialen Partner Stephan Katz herausgebracht hat sind Kult und mit Gerd Pasemann wandelt er in Form des Duos „Foyer des Arts“ auf musikalischen Pfaden. Im vergangenen August erschien nach langer Zeit wieder ein Buch, mit dem Max Goldt nun auf große Lesereise geht. „Aber?“ heißt das Werk und wartet mit wunderbar skurrilen Anekdoten und bissiger Satire auf. Kleine Kostprobe?
„Der hat aber eine richtig schöne Schrift. Diese Unterschrift ist ja ein richtiges kleines Kunstwerk.“
„Muß ja sein. Seine Texte sind ja auch richtige kleine Kunstwerke!“
„Aber wie der den Stift hält! So krumm!“
„Aber eine schöne Schreibmappe hat er! Sogar aus echtem Leder.“
„Der Stift ist auch sehr schön! Der Mann ist eben ein richtiger Profi!“
„Meine Mutter hatte auch mal so einen schönen Stift wie der, aber sie ist nach Thailand gefahren und hat den Stift dann nie wiedergefunden. Wahrscheinlich geklaut! Das Hotelpersonal wird ja so schlecht bezahlt!“
Ein schicksalhafter Aufstieg
Hamburg 1914: Luise wächst im Armenviertel auf, doch ein Arbeitsplatz im renommierten Hotel Vier Jahreszeiten eröffnet ihr den Traum von einem besseren Leben. Hinter der schillernden Fassade herrscht jedoch ein harter Alltag. Mit Unterstützung des Pagen Hans gelingt es ihr, sich zu behaupten – und zugleich einem Geheimnis ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen. Während draußen der Krieg beginnt, wird das Hotel für Luise zur Familie, die sie nie hatte … „Hotel Vier Jahreszeiten – Ein Traum in Gold“ ist der Auftakt zu einer bewegenden Dilogie um das legendäre Grandhotel an der Alster. Anja Marschall, gebürtige Hamburgerin, lebt in Schleswig-Holstein und arbeitete vor ihrer Schriftstellerkarriere u. a. als Journalistin, Erzieherin und EU-Projektleiterin.
Ein Leben zwischen den Meeren
Kurz vor ihrem 100. Geburtstag haut Inge Martensen ab. Mit ihrer Urenkelin besteigt sie ein Schiff nach New York. Sie hofft, Swantje mit dieser Reise zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden. Und selbst endlich Frieden zu schließen mit dem, was sie bisher für sich behielt. Während der Überfahrt erzählt Inge von einem schillernden Leben zwischen zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: einer kleinen Insel in der rauen Nordsee und dem pulsierenden Manhattan. Hierhin wanderte sie als junge Frau aus. Wer hätte gedacht, dass eine Föhrer Bauerntochter einmal mit ihrem „magic potato salad“ Manhattan erobern und John F. Kennedy bewirten könnte? Damals ahnte sie noch nicht, dass das Schicksal ihre Welt bald erneut auf den Kopf stellen würde. Bestsellerautor Janne Mommsen schreibt über ein faszinierendes Frauenleben. Ein Buch, das Mut macht, den eigenen Weg zu finden.
Gartenträume
Hamburg, 1913: Als Hedda ihre Stelle als Obergärtnerin bei einer jüdischen Bankiersfamilie antritt, hat sie es nicht leicht. Auf dem parkähnlichen Anwesen oberhalb der Elbe ist sie die erste Frau auf diesem Posten und wird von den ausschließlich männlichen Kollegen entsprechend kritisch beäugt. Auch körperlich wird ihr viel abverlangt, denn das Anwesen über der Elbe ist riesig, und der Erste Weltkrieg fordert ihr gärtnerisches Können noch einmal besonders heraus. Trotzdem gelingt es Hedda, hier ihren gärtnerischen Traum zu verwirklichen – bis hin zum Amphitheater im römischen Stil, das zum Mittelpunkt prachtvoller Feste und Theateraufführungen wird. Doch als sich in den 1930er Jahren die Zeiten verdüstern, geraten sowohl Hedda, die jüdische Vorfahren hat, als auch die Familie Clarenburg immer mehr in Bedrängnis. Kenntnisreich, lebendig und mit faszinierenden Pflanzenbeschreibungen erzählt Marion Lagoda das Leben der Frau nach, deren wahrer Name Else Hoffa lautete und die als Obergärtnerin der Familie Warburg den berühmten Römischen Garten in Hamburg-Blankenese anlegte.
Es geht uns alle an
Sterben – ein Thema, über das eigentlich niemand gerne spricht, aber das für alle ein Teil des Lebens ist. Die in Moskau geborene Autorin Katja Lewina macht keinen Bogen darum, sondern beschäftigt sich in ihrem Buch „Was ist schon für immer“ ganz konkret mit dem Thema Sterblichkeit und Verlust. Ausgehend von ihrer eigenen Situation, thematisiert sie den plötzlichen Tod ihres Sohnes und später ihre eigene Herzerkrankung. Und sie stellt Fragen: Was macht unsere Endlichkeit mit der Liebe? Wie erklärt man sie den Kindern? Was wollen wir hinterlassen? Wie reagiert das Umfeld auf Krankheit und Tod? Gibt es richtige und falsche Worte? Am Ende steht in jedem Fall ein Reminder: Sterben geht uns alle an.
Moshpit der Emotionen
Sommer 2023. Mona hat ihren Traum, als Drummerin durchzustarten, schon fast hingeschmissen. Doch dann bekommt sie ein Angebot. Sie soll für ihre Lieblingsband trommeln. Auf einem winzigen Festival irgendwo in Norddeutschland. Mit gemischten Gefühlen landet Mona in einem Paralleluniversum aus schillernden Persönlichkeiten, lauter Musik und ungeschriebenen Gesetzen. Was vielversprechend beginnt, versinkt immer tiefer im Chaos. Das Festival wird von Fans überrannt. Und Mona legt sich mit der charismatischen Bassistin Tilde an, zu der sie sich nicht nur musikalisch hingezogen fühlt. Im Moshpit der Emotionen riskiert Mona nicht nur ihren Lebenstraum, sondern auch ihr Herz – und setzt alles aufs Spiel, woran sie bisher geglaubt hat.
„Rock Your Beast“ ist nach „Kill Your Beast“ der zweite Teil von Musikroman-Trilogie um die Schlagzeugerin Mona. Eine so humorvolle wie bewegende Geschichte um Identität, Freundschaft und die Liebe zur Musik.
Wiebke Wimmer, geborene Sylterin, studierte Literaturwissenschaften in Bamberg und Kiel und stand zwanzig Jahre als professionelle Impro-Schauspielerin nicht nur auf Hamburger Bühnen. Sie schrieb Liedtexte u.a. für Mireille Mathieu und nimmt immer wieder saugerne an Poetry Slams im Norden teil. Manchmal gewinnt sie sogar.
Balanceakt auf hochgespanntem Seil
Der Prisdorfer Autor Joachim Frank liest aus seinem neuen, satirischen Gesellschaftsroman: Die Malerin Carmen da Câmara steckt in einer Schaffenskrise. Aber genau das wird zur Chance für Serge, der sein Geld mit der Erstellung erstklassiger Kopien verdient – mit seiner Hilfe entsteht eine neue Phase ihrer Werke. Schließlich sind es am Ende seine Bilder, die Experten und Publikum auf einer Vernissage begeistern. Dadurch eröffnen sich Carmen ungeahnte Perspektiven in der Welt der Kunst, Serge erhält inkognito lange vermisste Anerkennung, und auch allen anderen Beteiligten wie Händlern und Galeristen winkt eine Menge Geld. Aber es ist wie ein Balanceakt auf dem hochgespanntem Seil, den nicht nur die schöne Jitka – das Mädchen mit dem roten Auge – zerstören könnte.
Fantasy im Doppelpack
Gleich zwei Autorinnen geben am 18. Juni Spiegelsaal des Neuen Rathauses Einblicke in ihre Werke: Die gebürtige Itzehoerin Bea Bachus präsentiert mit „Zimta“ ihren ersten Roman. Ein kleines Mädchen begibt sich in die magische Welt von Zimta, um ihre vom Tod bedrohte Mutter zu retten. Auf ihrer abenteuerlichen Reise muss sie sich Ängsten, Gefahren und einem geheimnisvollen Feind stellen – stets begleitet von ihrer besten Freundin und wundersamen Wesen aus Zimta. Die Geschichte erzählt von der tiefen Verbindung zwischen Mutter und Tochter, von Freundschaft, Verlust und der Hoffnung auf Heilung. Zimta ist ein sinnlich-magischer Roman, der mit betörenden Düften, fantastischen Bildern und einer berührenden Botschaft verzaubert.
Auch Lea M. Schlüter kommt mit ihrem Debütroman im Gepäck nach Wilster. In „Skyla Peers“ erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die sich weigert, ein Leben im goldenen Käfig des Palastes zu führen. Stattdessen träumt Skyla davon, eine Unsichtbare zu werden – eine Kriegerin, ausgebildet an der geheimnisvollen Samhold-Academy, um die Welt vor der dunklen Bedrohung durch die Take zu schützen. Doch hinter den Mauern der sagenumwobenen Universität lauert mehr als nur Training: Ein uraltes Geheimnis überschattet Skylas Weg und scheint untrennbar mit ihrem eigenen Schicksal verbunden. Gemeinsam mit einem rätselhaften Studenten beginnt sie, der Wahrheit auf den Grund zu gehen – gegen alle Widerstände.