Musik, die verbindet
Das Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester hat für sein 2. Sinfoniekonzert drei Werke ausgewählt, die sehr unterschiedlich klingen, aber zeigen, wie sehr die Musik die Menschen verbinden kann. Valerie Colemans „Umoja: Anthem of Unity“ ist ein musikalisches Plädoyer für Gemeinschaft und Vielfalt. Ursprünglich für Holzbläserinnen geschrieben, entfaltet das Werk in der Orchesterfassung rhythmische Energie und spirituelle Wärme, inspiriert von afroamerikanischer Musiktradition. Antonín Dvořáks „Cellokonzert in h-Moll op. 104“ dagegen ist tief romantisch geprägt: Das Violoncello führt als emotionales Zentrum durch eine Klangwelt voller Melancholie, Sehnsucht und böhmischer Heimatklänge. Béla Bartóks „Konzert für Orchester Sz. 116“ schließlich nutzt die volle orchestrale Bandbreite: Jedes Instrument darf solistisch glänzen, während ungarische Volksmotive und scharfer Rhythmus den Spannungsbogen prägen.
Eine musikalische Weltreise am Klavier
Nichts weniger als eine Weltreise bietet die Pianistin Hanna Bachmann ihrem Publikum an diesem Abend an. Die Zuschauer können dabei allerdings entspannt sitzen bleiben, denn die Erdumrundung, die gleichzeitig auch eine Reise durch die Jahrhunderte ist, findet rein musikalisch statt. Ausgangspunkt ist Deutschland mit einem Stück der deutschen Komponistin Emilie Mayer, Österreich wird im Anschluss durch Franz Schubert vertreten. Die weiteren Stationen sind: Tschechien: Bohuslav Martinu – Griechenland: Manos Hadjidakis – Ukraine: Myroslav Skoryk – Russland: Anton Rubinstein – Armenien: Arno Babadjanian – Türkei: Ahmed Adnan Saygun – Israel: Bracha Bdil – Iran: Iradj Sahbai – China: Wang Jianzhong – Japan: Kikuko Kanai – Australien: Roy Agnew – Brasilien: Francisco Mignone – Argentinien: Carlos Guastavino – Kuba: Ernesto Lecuona – Mexiko: Manuel María Ponce – USA: Scott Joplin – Norwegen: Edvard Grieg – Schweiz: Joachim Raff – Spanien: Enrique Granados – Frankreich: Cécile Chaminade – Italien: Muzio Clementi – Ungarn: Béla Bartók.
Eine rege Konzerttätigkeit führt die 1993 geborene Musikerin aus ihrer Heimat Österreich regelmäßig auch nach Deutschland, ins restliche Europa und darüber hinaus. Besonders hervorzuheben sind dabei ihre Auftritte im Wiener Musikverein, in der Berliner Philharmonie und im Beethovenhaus Bonn. Mit zwölf Jahren wurde die junge Pianistin ans Landeskonservatorium Feldkirch aufgenommen, bevor sie nach Wien wechselte. Ab 2011 studierte sie bei Pavel Gililov am Mozarteum Salzburg, wo sie 2015 ihr Bachelor- und zwei Jahre später ihr Master-Studium mit Auszeichnung absolvierte.
Violine & Klavier – ein gemeinsamer Glockenschlag
Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Ernest Chausson und Edward Elgar stehen im Mittelpunkt des Konzertes der Geigerin Franziska Pietsch und der Pianistin Maki Hayashida. Pietsch, ICMA-Preisträgerin 2021 und in Ost-Berlin aufgewachsen, und Hayashida, aus Tokio stammend, vereinen ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe in einem gemeinsamen musikalischen Ausdruck. Beide sind als Solistinnen und Kammermusikerinnen international etabliert und zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche klangliche Vielfalt aus.
Felix Mendelssohn-Bartholdy, Ernest Chausson und Edward Elgar repräsentieren jeweils ihre ganze eigenen Ausdrucksformen der Romantik. Mendelssohns Musik besticht durch klare Melodik und klassische Eleganz mit einer lyrischen Leichtigkeit. Chausson dagegen beeindruckt mit dichten Harmonien und einer tiefen emotionalen Intensität, die oft melancholisch wirkt. Elgar bringt eine schließlich ein typisch britische Note in seine Musik ein, geprägt von majestätischer Würde und warmem, vollem Klang.
Das Orchester St. Laurentii präsentiert im Juli in der St. Laurentii Kirche sein „Fröhliches Sommerkonzert“. Unter der Leitung von Dörthe Landmesser stehen diesmal Werke von Béla Bartók, Antonín Dvořák und Leoš Janáček auf dem Programm. Das Ensemble ist bekannt für seine musikalische Vielseitigkeit und sein Engagement in der Region. Mit einer Mischung aus professionellen Musikern und technisch hoch versierten Laien bietet es regelmäßig Konzerte, die ein breites Publikum ansprechen.
Der Eintritt ist frei. Spenden zugunsten der Kirchenmusik sind willkommen.