„ohne hin und über dies“
Zum ersten Mal präsentieren die Bildhauer Volker Tiemann und Peter F. Piening ihre Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung. Beide Künstler haben eine unverwechselbare Formensprache entwickelt, die ihre Werke auf den ersten Blick erkennbar macht.
Ihr zentrales Material ist Holz. Mit großer gestalterischer Freiheit loten sie dessen Möglichkeiten aus – sie formen, verfremden und kombinieren es so, dass immer neue inhaltliche und formale Zusammenhänge entstehen. Dabei verbinden sie handwerkliche Präzision mit gedanklicher Tiefe.
Die oft hintersinnig-humorvollen Arbeiten laden dazu ein, über uns selbst und unsere Umwelt nachzudenken – und dabei auch zu schmunzeln. Die Ausstellung reicht von kleinformatigen Wandarbeiten über Skulpturen auf Sockeln bis hin zu einem begehbaren Großobjekt mit vielschichtiger Innenwelt und verspricht eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise.
Am Donnerstag, den 07.05.26 um 19:00 Uhr findet im Rahmen der Ausstellung „ohnehin und überdies“ mit Objekten von Peter F. Piening und Volker Tiemann eine „Kunst.Sprech.Stunde“ statt. Dabei werden zwei der ausgestellten Werke betrachtet.
Öffnungszeiten:
Freitag bis Sonntag, 13 – 17 Uhr
Realitäten des Lebens
Paolo Moretto, geboren 1959 in Verona/Italien, lebt und arbeitet heute als freischaffender Künstler in Hamburg. Seine Ausbildung erhielt er von 1985 bis 1989 sowohl in der staatlichen Kunstschule für Bildhauer „Scuola d´Arte Paolo Brenzoni“ in Verona, als auch bei dem Privatdozenten für Kunstgeschichte und Malerei, G. Longhetto. Morettos künstlerische Arbeit umfasst ein Spektrum, das von der Malerei über Skulpturen bis zu komplexen Installationen reicht. Seine Arbeiten sind nur schwer in konventionelle Kategorien einzuordnen. Es finden sich ebenso freie Abstraktionen wie Zitate des Realismus, der Pop-Art oder Surrealistisches. Zu seinen Vorbildern gehören Jacobo Tintoretto, El Greco, die Gebrüder Lorenzetti, Martin Kippenberger, Julio Gonzales, David Smith, Antony Caro, Sigmar Polke und Dieter Roth.
Wer sich mit dem Werk Paolo Morettos auseinandersetzt, unterliegt schnell der Faszination dieser abstrahierten, jedoch mit viel Humor und Ironie präsentierten „Realitäten des Lebens“: Fabrikschlote und filigrane Wundermaschinen, Fluggeräte, rankendes Blumengewächs … – Gern alles vereint, eine schöne heile und zugleich schaurige, gar nicht so irreale Welt. Gleichzeitig fühlt man fast intuitiv, dass der Künstler – wie einst sein Vorbild Martin Kippenberger – von dem Wunsch getrieben ist, seinem Publikum Spaß zu bereiten.