Backstage

Manfred Eisner: „Verhasst – geliebtes Deutschland“

Chronik einer deutschen jüdischen Familie

Manfred Eisner schildert in dem umfangreich bebilderten Band „Verhasst – geliebtes Deutschland“ seine Erinnerungen aus der Sicht eines Kindes die Zeit des NS-Terrors und an das Exil seiner Familie in Bolivien nach einer dramatischen Flucht aus Deutschland. Anders als den meisten Erwachsenen gelingt es ihm, sich schnell und unvoreingenommen der neuen Umgebung anzupassen. Auch sein Vater vermag es nach immensen Anstrengungen, sein Vorhaben der Gründung des Nationalen Symphonieorchester Boliviens umzusetzen, dem er bis zu seinem Tod 1956 vorsteht. 1957 folgt Manfred Eisner seiner Mutter zurück nach Deutschland. Er schildert die emotionale Zerrissenheit und das Misstrauen gegenüber den Deutschen. Dennoch gelingt es ihm mit der Zeit, in seinem Heimatland erfolgreich Fuß zu fassen. Er will es keinesfalls erneut jenen überlassen, die ihn und seinesgleichen verachten oder verfolgen. Der Journalist und Autor Michael Legband sagt über das Buch: „Ein wirklich mehr als lesenswertes Buch! Dass den NS-Terror, die abenteuerliche Flucht, den Neuanfang in Bolivien und die Rückkehr nach Deutschland 1957 beschreibt sowie den dann sehr erfolgreichen beruflichen wie privaten Lebensweg des Autors schildert.“

Eintritt frei, Spenden erbeten / Anmeldungen aufgrund begrenzter Plätze unter 04823/921336

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