Backstage

Roman Pyatkovka und die Charkiwer Foto-Schule

Konzeptuelle Fotografie

Die sogenannte Charkiwer Fotoschule ist insbesondere seit dem russischen Angriff auf die Ukraine verstärkt in den internationalen Fokus gerückt. Mehrteilige Dokumentationen auf Arte sowie zahlreiche internationale Ausstellungen haben sich in den vergangenen Jahren mit dieser eigenständigen fotografischen Position auseinandergesetzt. Mit Roman Pyatkovka präsentiert die Stadtgalerie Brunsbüttel nun einen der prägenden Vertreter dieser Denk- und Fotoschule und leistet damit einen weiteren Beitrag zum Verständnis jener Künstler*innen aus dem ukrainischen Charkiw, die infolge des Krieges heute überwiegend in einer weltweiten Diaspora leben und arbeiten. Die Ausstellung nähert sich dem Werk Pyatkovkas aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigt eine Fotografie, die gleichermaßen ungewöhnlich, polarisierend und provokant ist.

Termine zur Ausstellung:
08. Februar 2026, 17.00 Uhr: Führung
10. Februar 2026, 18.00 Uhr: Kunstdate
27. Februar 2026, 18.00 Uhr: Kurzführung
01. März 2026, 14.00 Uhr: Workshop
11. März 2026, 18.00 Uhr: Kunsthistorischer Vortrag
22. März 2026, 18.00 Uhr: Ende der Ausstellung

Tag der offenen Tür auf Planet-Alsen

Industriekultur am Wasser

Von 11 bis 17 Uhr lädt Planet Alsen wieder alle Interessierten zum Tag der offenen Tür. Das Alsen-Gelände war einst Standort eine weltweit bedeutende Zementfabrik, die – im 19. Jahrhundert gegründet – bis 1982 in Betrieb war. Inzwischen wird das Areal durch den Verein Planet Alsen als Ort für Kultur und Kreativität neu belebt. Die Besucher können sich über die Arbeit des Vereins informieren und gleichzeitig in die 125-jährige Industriegeschichte eintauchen. In einer Ausstellung sind besondere Schwarz-Weiß-Fotos von der Zementfabrik nach ihrer Schließung zu sehen und im oberen Stockwerk wird eine umfangreiche Darstellung der Graffiti-Geschichte auf Planet Alsen gezeigt. Über die Vielfalt der Vegetation auf dem Gelände informiert der BUND anhand von Schautafeln.

F. C. Gundlach

Der Fotovisionär

Er setzte Weltstars wie Romy Schneider, Zarah Leander oder Cary Grant meisterhaft in Szene und revolutionierte gleichzeitig die Modefotografie. Seine Aufnahmen entstanden oft „on location“ – so setzte F. C. Gundlach als einer der ersten deutschen Modefotografen auf Modereisen, etwa für Bademoden auf Gran Canaria, um ein stimmiges Umfeld zu schaffen. Heute gelten seine Fotografien als ikonisch – nicht zuletzt, da sie gleichzeitig den aktuellen Zeitgeist aufnahmen und widerspiegelten und gleichzeitig selbst stilprägend zukünftige Strömungen beeinflussten. Über die Bedeutung der Modefotografie sagte Gundlach: „Und doch sagen Modefotografien oft mehr über eine Zeit aus, als Dokumentarfotografien, die vorgeben, Realität abgebildet zu haben.“

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