Backstage

Weihnachtskonzert in St. Laurentii: Händel & Bach

Chormusik zum Fest – Händel trifft Bach

Wenige Tage vor Heiligabend, in der Kirche, für die diese Musik gemacht scheint: Das Weihnachtskonzert in St. Laurentii verbindet zwei Werke, die das Fest seit Jahrhunderten klingen lassen. Händels „Messiah“ – genauer: sein erster Teil – ist eines der meistaufgeführten Chorwerke der Musikgeschichte. Entstanden 1741 in einem Schaffensrausch von kaum drei Wochen, trägt er eine Unmittelbarkeit in sich, die sich auch nach Jahrhunderten nicht abgenutzt hat. Die Prophezeiungen, die Verkündigung, die Geburt – Händel erzählt das in Musik, die gleichzeitig wuchtig und zart, feierlich und menschlich ist.

Dazu erklingt Bachs Kantate „Unser Mund sei voll Lachens“ (BWV 110) – ein jubilierendes Werk zum Weihnachtsfest, das seinen Titel wörtlich nimmt. Bach eröffnet sie mit einem Chorsatz von mitreißender Energie, der den Kirchenraum von St. Laurentii zum Klingen bringen wird. Es singen und spielen: Santa Karnite (Sopran), Alexandra Hebart (Alt), Johannes Gaubitz (Tenor) und Christoph Liebold (Bass), der Itzehoer Jugendchor, der Chor St. Laurentii und das Orchester St. Laurentii unter Leitung von Dörthe Landmesser.

Konzert des SHMF: Daniel Hope

Im Rahmen des SHMF mit seinem Programm „Dance!“

Daniel Hope ist dem Schleswig-Holstein Musikfestival seit dessen Kindertagen eng verbunden: Bereits als 13-Jähriger nahm er 1987 an einem der ersten Meisterkurse des Festivals teil und war seitdem unzählige Male im Norden zu Gast. Mit zwei befügelnden, tänzerisch-eleganten Konzerten gratuliert der Geigenvirtuose im Sommer nun zum 40. Festivalgeburtstag: Unter dem Motto „Dance!“ hat Daniel Hope gemeinsam mit seinem Zürcher Kammerorchester ein Programm zusammengestellt, das einer leidenschaftlichen und pulsierenden Reise quer durch die Geschichte der westlichen klassischen Musik vom Mittelalter bis in die Jetztzeit gleicht. Ob ein berührendes Lamento aus dem 14. Jahrhundert, Tänze von Händel, Gluck, Offenbach und Tschaikowsky oder ein leidenschaftlicher Tango von Piazzolla – aus der Verbindung zwischen Klang und Bewegung entspringt ein ganz besonderer Zauber, der auch Daniel Hope schon lange fasziniert: »Das Schöne am Tanz ist: Ganz gleich. wer man ist und woher man stammt, wenn man in einem Raum zusammenkommt, spüren mit großer Wahrscheinlichkeit alle im selben Moment den Rhythmus und kommen in Bewegung. Happy Birthday SHMF!«

Tschechische Kammerphilharmonie

„Vier Jahreszeiten“, „Wassermusik“ und „Abschiedssinfonie“

Hier stehen drei Werke im Mittelpunkt, die Natur und Emotionen musikalisch erkunden: Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten*, Georg Friedrich Händels „Wassermusik“ und Joseph Haydns „Abschiedssinfonie“. Vivaldis Komposition stellt jede Jahreszeit als Concerto dar und nutzt lebendige Klänge, um Naturphänomene wie Gewitter und Vogelgesang hörbar zu machen. Händels „Wassermusik“ hingegen ist für eine königliche Fahrt auf der Themse komponiert und verbindet majestätische Tänze mit einer Festlichkeit, die das höfische Leben der Zeit widerspiegelt. Haydns „Abschiedssinfonie“ bringt eine andere Dimension ein: Sie endet damit, dass die Musiker die Bühne verlassen, ein subtiler Hinweis an Fürst Esterházy, dass die Saison zu Ende geht und der Rückzug ansteht. Zusammen zeigen die Werke, wie Komponisten des Barock und  der Wiener Klassik Natur und Mensch in verschiedenen Kontexten musikalisch verarbeiteten.

Das Ensemble der Tschechischen Kammerphilharmonie, Prag, gilt heute als eines der besten neuen Ensembles in der Tschechischen Republik mit internationalem Ruf. Seit der Gründung 1996 hat das Orchester mehr als 650 Konzerte in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Benelux-Ländern durchgeführt, davon über 160 in Berlin (Philharmonie und Konzerthaus).

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