Backstage

Klaus Mertens

Barocke Perlen

„Entzückende Lust, unendliche Freuden!“ – der Titel dieses Konzerts klingt wie ein Versprechen – das bei Klaus Mertens auch das eingelöst wird. Der Bass-Bariton ist seit mehr als vierzig Jahren auf den Bühnen der Welt zu Hause – bei den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouw Amsterdam, dem New York Philharmonic. Er hat mit Philippe Herreweghe, Ton Koopman und Gustav Leonhardt gearbeitet, 230 CDs aufgenommen und eine Auszeichnung erhalten, die kaum treffender formuliert sein könnte: die Bach-Medaille der Stadt Leipzig, verliehen an ihn als „idealen Vermittler für Bachs Kantaten- und Passionstexte“. Dazu kommt ein Alleinstellungsmerkmal, das für sich spricht: Mertens ist weltweit der einzige Sänger, der sämtliche Basspartien in Bachs Kantaten in einer Gesamteinspielung festgehalten hat.

In der St. Laurentii-Kirche bringt er nun Heinrich Schütz, Georg Philipp Telemann und ihre Zeitgenossen zum Klingen – in einem Kammerkonzert, das bewusst auf das Wesentliche setzt: Mertens‘ Stimme, und auf seine Mitmusiker*innen Simone Eckerts an der Gambe und Christian Hoffmanns an Orgel und Cembalo. Kein Orchester, keine Distanz. Nur Musik, die im 17. Jahrhundert geschrieben wurde und in einem Kirchenraum klingt, als wäre sie genau dafür gemacht.

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