Feinst gewobene Klavier-Interpretationen
Marina Kondraschewa (Ukraine/Deutschland) und Sebastian Chica Villa (Kolumbien) studierten an der Hochschule der Künste in Bremen und musizieren seit 2010 als Pianoduo. Mit risikoreicher Verve und fast popmusikalisch anmutendem, völlig unakademischen Appeal bringen sie feinst gewobene Interpretationen von anspruchsvoller klassischer und zeitgenössischer Klaviermusik für vier Hände zu Gehör. Das Programm, sowie die Frische und Intensität der Interpretation sind absolut hörenswert – auch für Hörer, die bisher mit sogenannter “klassischer” Klaviermusik nicht so viel anzufangen wissen.
Den Auftakt des Abends bilden drei Werke Johann Sebastian Bachs: das innige „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate BWV 147, das pastorale „Schafe können sicher weiden“ aus BWV 208 sowie das festliche „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus der Kantate BWV 140. Es folgt Ludwig van Beethovens dramatische Ouvertüre zu „Coriolan“. Mit Helmut Schmidingers „Von der Ellbogentechnik zum Fingerspitzengefühl“ und Marc Mellits „Postcards of Dreadlock I–III“ wendet sich das Programm der Gegenwart zu. Den Abschluss bilden zwei weitere zeitgenössische Werke: Antonio Correas „Apolo“ sowie Vilte Zakeviciutes poetisches „When we do find each other again, we will be birds“.
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