Backstage

Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester

Klang, Farbe, Ekstase

Was haben Debussy, Strawinski, Scriabin und der junge Franzose Benjamin Attahir gemeinsam? Sie alle denken Orchester als Klangfarbe – als etwas, das sich im Raum verbreitet, sich verändert, ja fast schon sichtbar wird.

Den Auftakt macht Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“, jenes schwebende Stück, das 1894 die Musikgeschichte leise, aber nachhaltig aus den Angeln hob. Flöte, gedämpfte Streicher, kaum ein Takt, der festen Boden berührt – und trotzdem eines der Schlüsselwerke der Moderne. Dann folgt die Uraufführung: „The Colours“ von Benjamin Attahir, dessen Musik westliche Orchestertradition mit Klangwelten des Nahen Ostens verwebt und dabei etwas völlig Neues kreiert. Strawinskis „Feuervogel-Suite“ bringt Tempo und Dramatik – magische Klangfarben, rhythmische Wucht und eine mitreißende Theatralik, die das Märchen lebendig werden lässt. Den Abschluss setzt Scriabins „Poème de l’extase“, ein Werk, das seinen Titel ernst nimmt: visionär, grenzüberschreitend – und am Ende schlicht überwältigend.

Am Pult steht Harish Shankar, Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein und Preisträger des internationalen Jorma Panula Dirigierwettbewerbs – ein Dirigent, dem man nachsagt, dass er Orchester und Publikum gleichermaßen mitzureißen versteht. Als Solistin ist die belgische Klarinettistin Annelien Van Wauwe zu hören, ARD-Wettbewerbssiegerin und Preisträgerin des Borletti Buitoni Trust Award, die für ihre lyrische Intensität und klangliche Tiefe geschätzt wird.

Kalabova & Gugg

Das Klavierduo spielt Schubert und Strawinsky

Die aus Tschechien stammende Tereza Gugg-Kalabova und der Österreicher Johannes Gugg wurden 1998 geboren und bilden bereits seit ihrer Jugend ein Klavierduo. Spätestens seit dem Gewinn eines Sonderpreises beim ARD-Musikwettbewerb 2021 treten die jungen Musiker regelmäßig in großen Konzertsälen auf. In dieser Saison spielten sie beispielsweise im Wiener Konzerthaus sowie im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins. Im Oktober debütierten sie auch im Rumänischen Athenäum in Bukarest als Ersatz für Martha Argerich. Beide schlossen im Juni 2022 ihr Solo-Studium an der Kunstuniversität Graz bei Ayami Ikeba mit Auszeichnung ab und setzen ihre musikalische Ausbildung momentan in der Klasse des Klavierduos Silver-Garburg fort.

Programm: 
Franz Schubert (1797-1828): Sonate C-Dur, D. 812 „Grand Duo“
Igor Strawinsky (1882-1971): Petruschka (Burleske in vier Bildern) für Klavier zu vier Händen

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