Backstage

Zenker-Bechtolsheim Duo: Auf, nach Hause!

Sonatenabend mit Werken von J. S. Bach, F. Schubert, A. Dvořák und E. Grieg

Wohin führt der Weg nach Hause? Führt er uns zurück in die Kindheit, zu liedhaften Melodien und fröhlichen Sprungtänzen? Ist es die Versöhnung mit der eigenen Vergangenheit, der Weg zum Frieden mit sich selbst? Oder führt der Weg einfach auf eine Hochzeitsreise? Ob in der Romantik oder schon im Barock, an der Frage nach dem Ziel dieser Reise kommt man nicht vorbei. Die Komponisten Franz Schubert, Antonín Dvořák, Johann Sebastian Bach und Edvard Grieg setzen sich in ihrer Musik für Violine und Klavier auf unterschiedliche Weise mit diesem Thema auseinander. Aber eins verbindet sie: eine spielerische Lebensfreude, die immer wieder durch ihre Musik hindurchleuchtet. Eben diese Lebensfreude vermittelt das Lübecker Duo Zenker-Bechtolsheim im Bürgerhaus Kellinghusen.

Die Geigerin Marie-Luise Zenker und die Pianistin Delia von Bechtolsheim lernten sich an der Musikhochschule Lübeck kennen und gründeten das Zenker-Bechtolsheim Duo im Jahr 2025. Die beiden Musikerinnen verbindet die Liebe zur Kammermusik sowie der Wunsch, mit ihrer Musik in moderierten Konzerten auch Menschen zu erreichen, die weniger Berührung mit klassischer Musik haben. Darin werden sie unter anderem von der Stiftung Live Music Now unterstützt, mit der sie Konzerte in Seniorenheimen, Krankenhäusern und Hospizen gestalten. Zahlreiche Konzerte in Lübeck und Umgebung, u.a. für den Ministerpräsidenten Daniel Günther in Kiel, ergänzen die musikalische Tätigkeit des Duos.

Marie-Luise Zenker studierte in Frankfurt am Main, Basel und an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Maria Egelhof, wo sie im Juni 2026 ihren Master of Music abschloss. Kammermusik-Konzerte führten sie u.a. in die Elbphilharmonie und die Berliner Philharmonie. Sie ist außerdem Mitglied des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck.

Delia von Bechtolsheim wuchs in der Schweiz auf und studierte in Basel, München und seit 2023 in Lübeck bei Prof. Konrad Elser. Sie gewann den 1. Preis beim Klavierwettbewerb „Citta di Massa“ 2022. Seit ihrer Studienzeit ist sie als begeisterte Kammermusikerin in vielfältigen Besetzungen aktiv.

Weihnachtskonzert in St. Laurentii: Händel & Bach

Chormusik zum Fest – Händel trifft Bach

Wenige Tage vor Heiligabend, in der Kirche, für die diese Musik gemacht scheint: Das Weihnachtskonzert in St. Laurentii verbindet zwei Werke, die das Fest seit Jahrhunderten klingen lassen. Händels „Messiah“ – genauer: sein erster Teil – ist eines der meistaufgeführten Chorwerke der Musikgeschichte. Entstanden 1741 in einem Schaffensrausch von kaum drei Wochen, trägt er eine Unmittelbarkeit in sich, die sich auch nach Jahrhunderten nicht abgenutzt hat. Die Prophezeiungen, die Verkündigung, die Geburt – Händel erzählt das in Musik, die gleichzeitig wuchtig und zart, feierlich und menschlich ist.

Dazu erklingt Bachs Kantate „Unser Mund sei voll Lachens“ (BWV 110) – ein jubilierendes Werk zum Weihnachtsfest, das seinen Titel wörtlich nimmt. Bach eröffnet sie mit einem Chorsatz von mitreißender Energie, der den Kirchenraum von St. Laurentii zum Klingen bringen wird. Es singen und spielen: Santa Karnite (Sopran), Alexandra Hebart (Alt), Johannes Gaubitz (Tenor) und Christoph Liebold (Bass), der Itzehoer Jugendchor, der Chor St. Laurentii und das Orchester St. Laurentii unter Leitung von Dörthe Landmesser.

SHMF: Chornacht mit dem NDR Vokalensemble

Ein Abend für Eric Ericson

Eric Ericson hat die skandinavische Chormusik nicht nur dirigiert – er hat sie geformt. Der schwedische Chorleiter hinterließ einen Klang, der unverwechselbar ist: klar, innerlich, leuchtend. Das NDR Vokalensemble ehrt ihn in diesem Sommer unter der Leitung von Florian Helgath mit einem Programm, das zeigt, woher dieser Klang kommt und was er trägt.

Zu hören sind Werke von Sven-Erik Bäck, Ingvar Lidholm, Lars Edlund und Waldemar Åhlén – Komponisten, die Volksliednähe und Moderne, Natur und Spiritualität in Chormusik verwandelt haben, die sich nicht aufdrängt, aber nachhallt. Dazu Ericsons eigene Lieblingstücke: Bachs „Lobet den Herrn“, das Kyrie aus Martins Messe für Doppelchor, Brahms‘ „Rosmarin“ und Poulencs „Sept Chansons“.

Marina Kondraschewa & Sebastian Chica Villa

Feinst gewobene Klavier-Interpretationen

Marina Kondraschewa (Ukraine/Deutschland) und Sebastian Chica Villa (Kolumbien) studierten an der Hochschule der Künste in Bremen und musizieren seit 2010 als Pianoduo. Mit risikoreicher Verve und fast popmusikalisch anmutendem, völlig unakademischen Appeal bringen sie feinst gewobene Interpretationen von anspruchsvoller klassischer und zeitgenössischer Klaviermusik für vier Hände zu Gehör. Das Programm, sowie die Frische und Intensität der Interpretation sind absolut hörenswert – auch für Hörer, die bisher mit sogenannter “klassischer” Klaviermusik nicht so viel anzufangen wissen.

Den Auftakt des Abends bilden drei Werke Johann Sebastian Bachs: das innige „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate BWV 147, das pastorale „Schafe können sicher weiden“ aus BWV 208 sowie das festliche „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus der Kantate BWV 140. Es folgt Ludwig van Beethovens dramatische Ouvertüre zu „Coriolan“. Mit Helmut Schmidingers „Von der Ellbogentechnik zum Fingerspitzengefühl“ und Marc Mellits „Postcards of Dreadlock I–III“ wendet sich das Programm der Gegenwart zu. Den Abschluss bilden zwei weitere zeitgenössische Werke: Antonio Correas „Apolo“ sowie Vilte Zakeviciutes poetisches „When we do find each other again, we will be birds“.

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Klaviersommernacht: Amiri Harewood, Ariel Lanyi & Elisabeth Brauß

Tastentanz und Gaumenfreuden

Auch 2026 wird die beliebte Tradition der Klaviersommernacht im Rahmen der Brahms-Wochen fortgesetzt. Hier präsentieren sich jedes Jahr im Büsumer Watt’n Hus international hochrangige Pianisten dem versierten Publikum, das sich zudem in den Pausen über kulinarische Leckereien freuen darf. In diesem Jahr sind mit Amiri Harewood und Ariel Lanyi zwei junge Piano-Stars der englischen Konzertwelt in Büsum zu Gast. Und die mit zahlreichen Musikpreisen ausgezeichnete Elisabeth Brauß ist sogar bereits zum zweiten bei der Klaviersommernacht zu erleben. Gespielt werden Werke von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Robert Schumann, Johannes Brahms, Claude Debussy und Ottorino Respighi.

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Kammerorchester der Symphoniker Hamburg

Von Hamburg nach Florenz

Das Kammerorchester der Symphoniker Hamburg präsentiert unter der Leitung von Konzertmeister Adrian Iliescu ein Programm, das den musikalischen Bogen von Hamburg bis nach Florenz spannt – ein Abend voller stilistischer Vielfalt, lebendiger Kontraste und musikalischer Brillanz.

Den Auftakt bildet Carl Philipp Emanuel Bachs Hamburger Symphonie in A-Dur – ein Werk voller Ausdruckskraft, das exemplarisch für die Blütezeit des »Hamburger Bach« steht. Mit Johann Sebastian Bachs Violinkonzert in d-Moll folgt ein Meisterwerk barocker Konzertkunst, in dem die Virtuosität der Solovioline und die Klarheit der musikalischen Architektur des Orchesterparts auf einzigartige Weise zusammenfinden. Den festlichen Abschluss bildet Peter Tschaikowskis Streichsextett in d-Moll, das den Titel »Souvenir de Florence« trägt. In diesem Werk verschmelzen russische Leidenschaft und italienische Leichtigkeit zu einem farbenreichen Kammermusikstück, das den Abend klangvoll abrundet.

Junge Talente im Konzert

Von Bach bis Ysaÿe

Ein Abend ganz im Zeichen junger Talente aus Schleswig-Holstein und Hamburg: Schülerinnen und Schüler der Albert Schweitzer Musikakademie und ihre Gäste präsentieren solistisch, im Duo und als Quartett ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der Violin- und Kammermusikliteratur. Die jungen Nachwuchsmusiker im Alter zwischen 11 und 19 Jahren sind bereits Preisträger vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe und einige von ihnen streben eine berufliche Karriere als Musiker an. Begleitet werden die jungen Künstler am Klavier von Anette Kröger. Ein Konzert voller Spielfreude und musikalischer Vielfalt mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonín Dvořák und Eugène Ysaÿe.  Mit dem Benefizkonzert sollen die jungen Musiker in der Akademie gefördert werden.

Flemming Thomsen & Junyu Tie

Große Talente am Klavier

Flemming Thomsen wurde 2008 geboren und hat seit 2016 Klavierunterricht, seit fünf Jahren bei David Satyabrata. 2021 gewann er jeweils den 2. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (Klavier, vierhändig) und beim Nationalen Bachwettbewerb in Köthen. 2022 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (im Duo mit Lucie Benediktová), 2023 den 1. Preis mit Auszeichnung beim Mai-Festival Young in Rellingen und den 1. Preis im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Zwickau. 2024 erhielt Flemming den Jugendkulturpreis des Kreises Dithmarschen.

Junyu Tie wurde 2007 in Shenyang (China) geboren. Seit 2022 studiert er am Julius-Stern-Institut der UdK in der Klasse von Stefan Lietz. Junyu Tie ist mehrfacher Preisträger verschiedener Klavierwettbewerbe. Im Jahr 2023 gewann er beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Klavier solo neben einem ersten Preis mit Höchstpunktzahl auch den Sonderpreis der Stiftung Musikleben, sowie den Sonderpreis des Ministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend. In diesem Jahr begann Junyu Tie sein Bachelor-Studium in der Klasse von Lukas Blondeel.

Programm:

Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge C-Dur (Wohltemperiertes Klavier I) (Flemming)
Joseph Haydn: Sonate c-Moll Hob. XVI/20 (Junyu)
György Ligeti:  Arc-un-ciel (Flemming)
Frederic Chopin: Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23 (Flemming)
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge C-Dur (Wohltemperiertes Klavier II) (Junyu)
Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 2 a-Moll (Präludium & Allemande) (Flemming)
Frederic Chopin:  Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52 (Flemming)
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge Cis-Dur (Wohltemperiertes Klavier I) (Flemming)
Frederic Chopin: Andante spianato et grande polonaise brillante op. 22 (Junyu)

Wachet auf! – Konzert zum Totengedenken

Klang der Ewigkeit

Die Solisten, der Chor und das Orchester St. Laurentii unter der Leitung von Dörthe Landmesser haben für den Totensonntag drei Werke von Johann Sebastian Bach und Dieterich Buxtehude ausgewählt, die Trost, Ernst und Hoffnung miteinander verbinden. Die Kantate „Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“ von Buxtehude und Bachs Kantaten „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ verbindet ihr lutherischer Hintergrund, die Verwendung bekannter Choräle und das zentrale Thema von Tod, Vergänglichkeit und Erlösung. Alle Werke deuten den Text musikalisch aus und zeigen eine tiefe Frömmigkeit. Buxtehude gilt zudem als wichtiger stilistischer Vorläufer Bachs, dessen Einfluss besonders in der Ausarbeitung geistlicher Themen und der Choralverarbeitung spürbar ist. So bilden die Werke eine Traditionslinie protestantischer Kirchenmusik zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert.

Konzert für Oboe und Klavier

Musikalischer Herbstzauber

Die St. Laurentii-Kirche lädt zu einem besonderen Kammerkonzert für Oboe und Klavier ein. Die Musikerinnen Claudia Zülsdorf (Oboe) und I-En Liu (Klavier) präsentieren ein vielseitiges Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Camille Saint-Saëns. Das verspricht ausdrucksstarke Klangfarben und virtuoses Zusammenspiel in der stimmungsvollen Atmosphäre der Kirche. Ein musikalischer Herbstnachmittag, der Klassikliebhaber:innen und Neugierige gleichermaßen begeistern wird.

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