Von Bach bis Ysaÿe
Ein Abend ganz im Zeichen junger Talente aus Schleswig-Holstein und Hamburg: Schülerinnen und Schüler der Albert Schweitzer Musikakademie und ihre Gäste präsentieren solistisch, im Duo und als Quartett ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der Violin- und Kammermusikliteratur. Die jungen Nachwuchsmusiker im Alter zwischen 11 und 19 Jahren sind bereits Preisträger vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe und einige von ihnen streben eine berufliche Karriere als Musiker an. Begleitet werden die jungen Künstler am Klavier von Anette Kröger. Ein Konzert voller Spielfreude und musikalischer Vielfalt mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonín Dvořák und Eugène Ysaÿe. Mit dem Benefizkonzert sollen die jungen Musiker in der Akademie gefördert werden.
Große Talente am Klavier
Flemming Thomsen wurde 2008 geboren und hat seit 2016 Klavierunterricht, seit fünf Jahren bei David Satyabrata. 2021 gewann er jeweils den 2. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (Klavier, vierhändig) und beim Nationalen Bachwettbewerb in Köthen. 2022 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (im Duo mit Lucie Benediktová), 2023 den 1. Preis mit Auszeichnung beim Mai-Festival Young in Rellingen und den 1. Preis im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Zwickau. 2024 erhielt Flemming den Jugendkulturpreis des Kreises Dithmarschen.
Junyu Tie wurde 2007 in Shenyang (China) geboren. Seit 2022 studiert er am Julius-Stern-Institut der UdK in der Klasse von Stefan Lietz. Junyu Tie ist mehrfacher Preisträger verschiedener Klavierwettbewerbe. Im Jahr 2023 gewann er beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Klavier solo neben einem ersten Preis mit Höchstpunktzahl auch den Sonderpreis der Stiftung Musikleben, sowie den Sonderpreis des Ministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend. In diesem Jahr begann Junyu Tie sein Bachelor-Studium in der Klasse von Lukas Blondeel.
Programm:
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge C-Dur (Wohltemperiertes Klavier I) (Flemming)
Joseph Haydn: Sonate c-Moll Hob. XVI/20 (Junyu)
György Ligeti: Arc-un-ciel (Flemming)
Frederic Chopin: Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23 (Flemming)
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge C-Dur (Wohltemperiertes Klavier II) (Junyu)
Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 2 a-Moll (Präludium & Allemande) (Flemming)
Frederic Chopin: Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52 (Flemming)
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge Cis-Dur (Wohltemperiertes Klavier I) (Flemming)
Frederic Chopin: Andante spianato et grande polonaise brillante op. 22 (Junyu)
Klang der Ewigkeit
Die Solisten, der Chor und das Orchester St. Laurentii unter der Leitung von Dörthe Landmesser haben für den Totensonntag drei Werke von Johann Sebastian Bach und Dieterich Buxtehude ausgewählt, die Trost, Ernst und Hoffnung miteinander verbinden. Die Kantate „Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“ von Buxtehude und Bachs Kantaten „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ verbindet ihr lutherischer Hintergrund, die Verwendung bekannter Choräle und das zentrale Thema von Tod, Vergänglichkeit und Erlösung. Alle Werke deuten den Text musikalisch aus und zeigen eine tiefe Frömmigkeit. Buxtehude gilt zudem als wichtiger stilistischer Vorläufer Bachs, dessen Einfluss besonders in der Ausarbeitung geistlicher Themen und der Choralverarbeitung spürbar ist. So bilden die Werke eine Traditionslinie protestantischer Kirchenmusik zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert.
Musikalischer Herbstzauber
Die St. Laurentii-Kirche lädt zu einem besonderen Kammerkonzert für Oboe und Klavier ein. Die Musikerinnen Claudia Zülsdorf (Oboe) und I-En Liu (Klavier) präsentieren ein vielseitiges Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Camille Saint-Saëns. Das verspricht ausdrucksstarke Klangfarben und virtuoses Zusammenspiel in der stimmungsvollen Atmosphäre der Kirche. Ein musikalischer Herbstnachmittag, der Klassikliebhaber:innen und Neugierige gleichermaßen begeistern wird.
Junges Talent, große Bühne
Der Kulturhof freut sich, die 11-jährige Ausnahmegeigerin Elin Johanna Böge aus Heikendorf zu einem besonderen Konzert begrüßen zu dürfen. Die talentierte Nachwuchskünstlerin ist Stipendiatin der Albert-Schweitzer-Musikakademie und bereits Gewinnerin zahlreicher erster Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben – unter anderem in Hamburg und Kiel. Mit ihrem Trio, bestehend aus Violine, Querflöte und Klavier, gastierte sie bereits in der Laeiszhalle Hamburg.
Elin Johanna Böge präsentiert im großen Saal ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der Violinliteratur vom Barock bis zur Romantik – unter anderem von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Am Klavier wird sie begleitet von Anette Kröger.
Die Besucher dürfen sich auf ein Konzert voller musikalischer Ausdruckskraft, Virtuosität und jugendlichem Elan freuen!
Mit der Stimme von Pablo Casals – Eine Hommage
Der Cellist Roger Morelló Ros erweist mit seinem Programm seinem Landsmann Pablo Casals seine Referenz. Dazu hat er unter anderem zwei Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach ausgewählt, die Casals ausgegraben und in Solostücke für den Konzertsaal verwandelt hat. Dazu gesellt sich die Suite für Violoncello solo seines Schülers Gaspar Cassadó, sowie zwei neue, zu Casals Ehren entstandene Auftragswerke von Elisenda Fábregas und Marc Migó. Roger Morelló Ros wurde 1993 in Katalonien geboren, studierte zunächst in seiner Heimat, bevor er seine Ausbildung an der Kölner Musikhochschule fortsetzte, wo er seinen Master und sein Konzertexamen mit Auszeichnung erwarb. Er hat über dreißig internationale Preise bzw. Förderungen erhalten und gastierte inzwischen bei einer Reihe bedeutender Festivals.
Saitentanz
Warme Streicherklänge, spritzige Virtuosität und Experimentierfreude – das verbindet die Geigerin Anna Göbel und die Cellistin Anna Catharina Nimczik. Als Duo con moto stellen sie die Vielseitigkeit und Ausdruckskraft ihrer Instrumente unter Beweis und bringen eine große musikalische Bandbreite zur Aufführung. An diesem Nachmittag sind in einem moderierten Konzert unter anderem Auszüge aus den Französischen und Englischen Suiten von Johann Sebastian Bach zu hören, ein Menuett von Josef Haydn und Tangos von Astor Piazzolla.
Ein kurzweiliger Ausflug in die Musikgeschichte
Der Pianist und Musikkomödiant, Improvisationskünstler und Entertainer nimmt sein Publikum mit, auf einen kurzweiligen Ausflug in die Musikgeschichte, der Bauchmuskeln strapaziert und für intelligenten Hörgenuss sorgt. Man erfährt die Verwandtschaft zwischen Bach und Jazz, freut sich über den Rock ’n’ Roll von Mozart und lacht über die einfallsreichen Variationen der berühmtesten Werke der Klassik. Klassik ist verstaubt? Kein bisschen. Felix Reuter belehrt nicht, er unterhält. Evergreens, die jeder mitpfeifen kann, entdeckt er plötzlich in völlig anderen Werken wieder. Von der Werbung zur Symphonie, oder vom Musical zu Bach. Unterhaltsamer kann man Musik nicht entdecken und erstaunliche Geschichten erfahren.
Dramatische Intensität
Bis heute zählt die „Johannespassion“ zu den großen Meisterwerken der geistlichen Musik und gilt weltweit als eines der prominentesten Werke, das im Karfreitagskontext regelmäßig aufgeführt wird – nicht zuletzt dank ihrer dramatischen Intensität und musikalischen Ausdruckskraft. In Sachen Popularität steht die „Johannespassion“ eigentlich nur in Konkurrenz mit der ebenfalls von Bach komponierten „Matthäuspassion“. Im Vergleich dazu zur wirkt die Musik hier direkter und emotionaler, was das Leiden Christi eindringlich darstellt. Die Chöre und Choräle binden das Publikum aktiv in die Handlung ein und verstärken die emotionale Verbindung zur biblischen Geschichte.
Es spielen das Ebipolis Barockorchester und der Chor St. Laurentii unter der Leitung von Dörthe Landmesser. Als Solisten stehen bislang Clara Steuerwald Sievers, Sopran, Geneviève Tschumi, Alt, Johannes Gaubitz, Tenor, sowie Sönke Tams Freier, Bass, fest.
Tanzstück mit Livemusik
Gruppendynamik. Eine dynamische Gruppe, in der sich alles fügt und ordnet. Wer ordnet sich unter, wer ordnet sich ein? Wer gibt den Ton an, wenn die Musik spielt? Wer ergreift das Wort in der Stille? Es gibt diejenigen, die immer entscheiden. Jene, die keine Meinung zu nichts haben. Wie könnte man solche Prozesse besser visualisieren als mit dem Medium Tanz?
Die Essener Tänzerin und Choreographin Jelena Ivanovic wurde an den Hochschulen in Frankfurt und Arnheim ausgebildet und mit dem Nachwuchspreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. Nach Engagements an renommierten Theatern choreographierte sie eigene Stücke und präsentierte sie mit ihrem Ensemble „Tanzgebiet“ auf internationalen Festivals. Sie arbeitet zudem am Theater Leverkusen und Schauspiel Essen. „Kontra Punkt“ ist ein Tanzstück mit Livemusik von Akkordeon und Klavier, komponiert von Markus Stollenwerk, inspiriert von Bachs „Kunst der Fuge“. Es bietet poetischen Tanz, der dem Publikum Raum für eigene Interpretationen lässt.
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.