Von Brahms und Schubert bis Schulhoff
2003 in Wien gegründet sind die vier Musiker:innen weltweit auf den Podien zuhause, spielen in den USA, in China, Japan und Australien – und haben längst den Olymp der internationalen Streichquartett-Szene erreicht. Zu ihren musikalischen Partnern der vier „Minettis“ zählen unter anderem Stars wie Kit Armstrong, Fazil Say oder Sharon Kam. Für ihr Debüt bei der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein bringen die Wahl-Wiener ein wunderbar ausbalanciertes Programm aus Romantik und früher Moderne mit. Ein Muss für Streichquartett-Fans, ideal auch für „Kammermusik-Einsteiger“.
Gut bei Stimme
Drei Chöre mit gänzlich unterschiedlichem Charakter singen Werke aus vier Jahrhunderten. Auf dem Programm steht eine faszinierende musikalische Reise – ausgehend von Brahms’ und Mendelssohns hochanspruchvollem Vokalwerk über geschickt arrangierte Volkslieder und internationale Chormusik bis hin zu herrlich mitreißenden Songs unserer Zeit. Wohlklingende Überraschungen sind also garantiert!
Der Mädchenchor Hamburg zählt zu den renommierten jungen Ensembles der Stadt und vereint rund 200 Sängerinnen, die regelmäßig in Konzerten zu hören sind. Mit etwa 25 Mitgliedern bildet die Kantorei St. Jürgen den traditionsreichen Gemeindechor der Kirchengemeinde und prägt dort das musikalische Leben in Gottesdiensten und Konzerten. Das Vocoder Ensemble ergänzt dieses Spektrum mit seinem sechsköpfigen A-cappella-Klangkörper, der seit 2016 mit stilübergreifenden Programmen von Klassik bis Pop überzeugt.
Until Night Falls
Die Pianistin ungarischer Herkunft hat mit ihrem Debütalbum eine musikalische Reise durch die Nacht unternommen. Auf „Until Night Falls” spielt sie mit den verschiedenen Stimmungen nach Sonnenuntergang – mal romantisch, mal düster, mal feiernd. Neben originalen Klavierwerken unter anderem von Chopin, Brahms oder Debussy finden sich hier auch eigene Bearbeitungen von Liedern. Eva Barta studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Evgenij Koroliov. Sie arbeitete am Thalia Theater Hamburg und an der Kammeroper Hamburg als Bühnenmusikerin. Gastspiele führten sie u.a. an das Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, zum Mannheimer Mozartsommer und an das Pantheon Theater Bonn.
Programm:
Claude Debussy: Claire de lune / La soirée dans Grenade
Frédéric Chopin: Berceuse op. 57
Béla Bartók: Ein Abend auf dem Lande / Rumänischer Tanz Nr. 1 op. 8a
Alexander Skrjabin: Etude op. 42, Nr. 3
Sergej Rachmaninoff: Preludes g-moll op. 23, Nr. 5 und cis-moll op. 3, Nr. 2
Johannes Brahms: 3 Intermezzi op. 117
Kurt Weill: Youkali
Alte (Un)Bekannte
Das Avin Trio, ein junges, vielfach ausgezeichnetes Ensemble und Stipendiat des Deutschen Musikrats, gastiert mit seinem Programm „Alte (Un)Bekannte“ in Heide. Die drei Musiker:innen – Anna Avane (Violine), Lena Kravets (Violoncello) und Johannes Groß (Klavier) – stehen für eine frische, energiegeladene Interpretation klassischer Kammermusik und werden international für ihre stilistische Klarheit und emotionale Tiefe geschätzt. Das Konzert vereint bekannte und weniger bekannte Werke der Klaviertrioliteratur: Neben Ludwig van Beethovens berühmtem „Geistertrio“ erklingt das selten gespielte Zweite Klaviertrio von Johannes Brahms – ein Werk von großem Ausdrucksreichtum und kammermusikalischer Dichte. Als besondere Entdeckung steht außerdem ein Stück der britischen Komponistin Rebecca Clarke auf dem Programm, deren eindrucksvolle Musik erst in den letzten Jahren die ihr gebührende Aufmerksamkeit erhält. Ein Abend, der Bekanntes neu entdecken lässt und zugleich neugierig auf musikalische Schätze jenseits des Mainstreams macht.
Das Preisträgerkonzert
Der Preisträger des Brahms-Preises 2025 steht fest: Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an den Windsbacher Knabenchor mit seinem Leiter Ludwig Böhme. Der vor bald 80 Jahren gegründete Knabenchor erfährt seit Jahrzehnten eine breite internationale Anerkennung für seine herausragenden künstlerischen Leistungen, nicht zuletzt auch auf dem Gebiet der Brahms-Interpretation. So wird sich der Chor dann beim Preisträgerkonzert – neben einem Blick auf die wunderbare Chormusik von Heinrich Schütz und Felix Mendelssohn Bartholdy – natürlich auch mit Werken von Johannes Brahms für die Auszeichnung bedanken.
Die 1987 gegründete Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein verleiht seit 1988 alljährlich den Brahms-Preis an herausragende Persönlichkeiten und Interpreten der klassischen Musik. Zu den Preisträgern gehören berühmte Namen wie Leonard Bernstein, Sir Yehudi Menuhin, Dietrich Fischer-Dieskau, Anne-Sophie Mutter, Sabine Meyer, Christoph Eschenbach, Herbert Blomstedt, Midori und Kent Nagano.
Die Liebe zum Tastentanz
Marie-Sophie Hauzel, Dmitri Ablogin, Claire Huangci – das sind die höchst unterschiedlichen Klaviervirtuosinnen und -virtuosen, der in diesem Jahr das Programm der traditionelle Klaviersommernacht in Büsum beehren. Marie-Sophie Hauzel ist eine österreichische Pianistin, die bereits als Kind große Erfolge feierte und mit 15 Jahren als jüngste Vollstudentin am Mozarteum Salzburg aufgenommen wurde. Dmitri Ablogin, ein aus Russland stammender Pianist, ist bekannt für seine historischen Interpretationen und gewann 2021 den Internationalen Deutschen Pianistenpreis. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Orchestern und auf internationalen Bühnen. Claire Huangci, geboren in den USA, gewann 2018 den Concours Géza Anda und ist international für ihre technische Brillanz und Ausdruckskraft bekannt. Alle drei Künstlerinnen zählen zu den herausragenden Pianistinnen ihrer Generation.
Im Fokus des Konzertes stehen Brahms, Chopin und Gerswhin – und natürlich gibt es in den Pausen wieder erlesene kulinarische Höhepunkte für den Gaumen, die im Preis inbegriffen sind.
Tänze von Ungarn bis Spanien
Wenn die „Diantos” ihre Programme von Brahms bis Granados spielen, herrscht Hochspannung pur! Das spanische Bläserensemble mit Sitz in Amsterdam kombiniert Musik und Tanz, indem es traditionelle Kammermusikkonzerte in ein dynamisches und interaktives Erlebnis verwandelt. Anstatt nur statisch auf der Bühne zu spielen, integrieren die Musiker choreografische Elemente, die eine visuelle und emotionale Verbindung zum Publikum herstellen. Diese Bewegungen sind nicht nur ästhetisch, sondern tragen dazu bei, die musikalische Struktur und Dynamik der Stücke verständlicher und erlebbarer zu machen. Mit seinen fünf Holzblasinstrumenten, durch das Schilfrohr (Reed) als gemeinsames Element verbunden, erzeugen die fünf Musiker darüber hinaus einen einzigartigen Ensembleklang.
Tröstendes Werk
Mit seinem 1868 uraufgeführten Werk, hat Brahms die Tradition den Requiems völlig umgekrempelt. Denn hier haben wir keine Messe für Verstorbene in lateinischer Sprache vor uns. „Ein deutsches Requiem“ richtet sich vielmehr an die Hinterbliebenen und beinhaltet tröstende Worte der Bibel in deutscher Sprache, anstatt sich auf das „Jüngste Gericht“ zu konzentrieren. Musikalisch vereint das Werk klassische Chorsätze, expressive Solopartien und prachtvolle Orchesterpassagen. Das Zusammenspiel von Chor, Solisten und Orchester entfaltet eine beeindruckende klangliche Dichte, die die spirituelle Tiefe des Textes verstärkt. In dieser Aufführung wird das Werk mit der Hamburger Camerata und dem Chor St. Laurentii unter der Leitung von Dörthe Landmesser zum Leben erweckt. Als Solisten brillieren Hanna Zumsande (Sopran) und Christoph Liebold (Bass).
Festprogramm zum 200. Geburtstag von Anton Bruckner
Zu Ehren des 200. Geburtstags von Anton Bruckner präsentiert die norddeutsche sinfonietta ein besonderes Programm mit Werken von Bruckner und seinem Zeitgenossen Johannes Brahms. Anton Bruckner, Meister der Sinfonie und sakralen Musik, und Johannes Brahms, bekannt für seine lyrischen und strukturell komplexen Kompositionen, prägten das 19. Jahrhundert gleichermaßen mit ihren tiefgründigen Werken. Das Konzert bietet die Gelegenheit, die unterschiedlichen Ansätze der beiden Komponisten zu erleben und zu verstehen, was sie trotz ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten und musikalischen Philosophien verbindet.
Die norddeutsche sinfonietta ist eine Orchesterwerkstatt mit Sitz in Rendsburg. Gegründet als ein flexibles und innovatives Ensemble, besteht sie aus professionellen Musikern, die sich darauf spezialisiert haben, klassische Musik auf höchstem Niveau zu interpretieren und dabei stets neue Wege zu gehen. Darüber hinaus bietet das Ensemble jungen Talenten die Möglichkeit, mit erfahrenen Musikern zu arbeiten und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
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And the winner is … Kent Nagano! Der Brahms-Preis geht in diesem Jahr an den aus Kalifornien stammenden Dirigenten und Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und des Philharmonischen Staatsorchesters. In Hamburg hat sich der Maestro nicht zuletzt auch intensiv mit Johannes Brahms beschäftigt und neue Perspektiven auf dessen Werk eröffnet. Im gelingt dabei der Balanceakt, dieses Erbe auch breiteren Publikums-Schichten zu vermitteln, ohne dabei künstlerische Abstriche zu machen.
Kent Nagano dankt für die Vergabe des Brahms-Preises: „Wenn es einen Komponisten gibt, der für die Musik aus Norddeutschland steht, dann ist es Johannes Brahms. Und die Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein trägt seit bald 40 Jahren einen wichtigen Teil zum reichen Musikleben bei: mit der Pflege des Brahms-Hauses, der Veranstaltung der Brahms-Wochen sowie dem Erhalt und der Erforschung seines Werks. In den vergangenen neun Jahren, während der ich als Hamburgischer Generalmusikdirektor wirken durfte, war Johannes Brahms für mich immer äußerst präsent. Seine Symphonien, Chorwerke und Konzerte bildeten eine Basis unserer Konzertspielzeiten sowie meines eigenen musikalischen Kompasses … Die tiefe Verbundenheit vom Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und mir mit Johannes Brahms hat aber nicht nur geografische Gründe. Der Ausdruck und Genius dieses Komponisten passen hervorragend zum Klang des Orchesters: warm, mitunter feurig, voller Licht und Flexibilität – das ist der Himmel über Norddeutschland, den das Meer widerspiegelt und der von der klaren Sonne häufiger erhellt wird als viele annehmen …“
Nagano wird im Rahmen der Preisverleihung in Begleitung des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg anreisen, das unter seinem Dirigat und ihm zu Ehren Werke von Johannes Brahms und Richard Strauss spielen wird.
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