Mensch, Mensch!
300.000 Jahre Menschheitsgeschichte an einem Abend – das klingt ambitioniert. Bei Sebastian Schnoy klingt es aber in erster Linie nach einem vergnüglichen Abend.
Der Hamburger Kabarettist und Historiker nimmt sein Publikum mit auf eine Zeitreise von der Neandertalerin bis zur Generation Z – und lässt dabei die Kriege weitgehend weg. Nicht aus Naivität, sondern aus Überzeugung: Schnoy ist notorischer Optimist, und seine Geschichtsschreibung sucht die die Lichtblicke, die Geistesblitze, die Momente, in denen unsere Spezies tatsächlich auch mal einen guten Einfall hatte. Davon gab es, bei allem, am Ende dann doch erstaunlich viele.
Was Schnoy von anderen Kabarettisten unterscheidet, ist die Kombination: Er ist ausgebildeter Historiker und steht trotzdem rund 130 mal im Jahr auf der Bühne – in Theatern, bei Kongressen, vor Unternehmensverbänden. Drei seiner Bücher landeten auf der Spiegel-Bestsellerliste, 3sat strahlte sein Soloprogramm aus, die FAZ nannte seine Arbeit „politisch erfrischend unkorrekt“. In der NDR Talk Show war er ebenso zu Gast wie bei Markus Lanz – und wirkte in beiden Formaten gleichermaßen fehl am Platz – weil er einfach zu gut gelaunt ist für das Fernsehen.
„Unverschämt“
„Unverschämt!“ – das kann als empörter Ausruf verstanden werden, bei Menschen mit Sinn für Humor, aber auch ein echtes Qualitätssiegel sein – wie bei einem Konzert von FALK. Der Liedermacher gibt sich auch in seinem aktuellen Konzertprogramm erfreulich grenzüberschreitend in alle Richtungen, gepaart mit bissigem, aber sympathischem Sarkasmus. Zugleich ist er aber auch ein Geschichtenerzähler mit nachdenklicher Seite, die berühren kann. Wer sich über die Eigenarten und Absonderlichkeiten des Alltags lustig machen möchte und gleichzeitig die Fähigkeit besitzt, auch über sich selbst lachen zu können, wird einen Abend mit FALK am Ende nicht nur unverschämt, sondern garantiert auch unverschämt gut finden.
Die Spitze des Dönerberges
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein garantiert kurzweiliger Kabarett-Abend von und mit Kerim Pamuk über die Globalisierung vor tausend Jahren und heute. Über den Wert von Austausch, Kommunikation und die lustigen Folgen der Abschottung. Im Mittelpunkt steht dabei sein Buch „Kiffen, Kaffee & Kajal“, in dem Pamuk eine vergnüglich-investigative Tour durch 1500 Jahre Kulturgeschichte und Migration unternimmt. Wenn Sie gerne Schach spielen, Pasta essen und sich auf dem Sofa lümmeln, sind Sie was? Richtig, ein Orientale! Klingt komisch? Ist aber so. Denn diese Dinge gelangten aus dem Orient nach Europa. Und das ist nur die Spitze des Dönerberges, denn das Abendland wurde schon seit Jahrhunderten kulturell, kulinarisch und wissenschaftlich überflutet, unterwandert und beeinflusst, oder kurz und korrekt: bereichert.
Die Veranstaltung wird Ihnen präsentiert von:

Wir haben es geschafft. Willkommen im Anthropozän!
Die Erde ist uns untertan, wir haben alles, was der Mensch braucht und was kein Mensch braucht, haben wir doppelt und dreifach. Wir kommen an die entlegensten Winkel der Welt, in die tiefsten Tiefen, auf die höchsten Gipfel, wir kommen auf den Mond, auf den Mars, nur auf eines kommen wir nicht: Auf die Idee mal innezuhalten, uns mal zu fragen: Wo führt das alles hin? Bankenkrise, LockDown, Börsencrash – nichts kann den Konsumklimaindex dämpfen. Dinge, von denen unsere Eltern noch nicht ahnten, dass es sie jemals geben würde, scheinen uns unentbehrlich: Computer, Smartphone, unbegrenztes Datenvolumen, Laubpuster, musizierende Unterhosen, Raumspray mit Hühnersuppenaroma und Eierschalensollbruchstellenverursacher. Haben Sie noch nicht? Dann aber nix wie ab in den Online – Shop!
Keiner kann der Maximierungs-Falle entkommen. Daher spielt der Tastenkabarettist Axel Pätz in seinem aktuellen Soloprogramm sechshändig Klavier und Akkordeon, bedient simultan mit den Füßen eine lebensgroße Klappmaulpuppe und intoniert dazu ein sechsstimmiges Gregorianisches Obertonmadrigal.
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