Haydn – Schostakowitsch – Dvorak
Als die drei Musiker bei ihrer Gründung 2003 einen Namen für ihr Ensemble suchten, war es schließlich der Musikphilosoph und einer der großen Denker des 20. Jahrhunderts, der für das Trio Pate stehen sollte: Theodor W. Adorno. Womit Christoph Callies, Violine, Samuel Selle, Violoncello, und Lion Hinnrichs, Klavier, von Anfang an unterstrichen, dass für sie Musik mehr als pure Unterhaltung ist, sondern vielmehr künstlerische Passion. Seitdem hat sich das Trio Adorno einer Ästhetik verschrieben, die den homogenen Klang der beiden Streichinstrumente mit dem des Klaviers verbindet, ohne dabei auf die Kontraste und den klanglichen Facettenreichtum der einzelnen Instrumente zu verzichten. Das spiegelt sich dann auch in ihrem Programm wider, das mit dem Klaviertrio E-Dur von Haydn, Schostakowitschs Klaviertrio in e-Moll und Dvoraks Klaviertrio in e-Moll drei höchst anspruchsvolle Werke zur Aufführung bringt.
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Von Brahms und Schubert bis Schulhoff
2003 in Wien gegründet sind die vier Musiker:innen weltweit auf den Podien zuhause, spielen in den USA, in China, Japan und Australien – und haben längst den Olymp der internationalen Streichquartett-Szene erreicht. Zu ihren musikalischen Partnern der vier „Minettis“ zählen unter anderem Stars wie Kit Armstrong, Fazil Say oder Sharon Kam. Für ihr Debüt bei der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein bringen die Wahl-Wiener ein wunderbar ausbalanciertes Programm aus Romantik und früher Moderne mit. Ein Muss für Streichquartett-Fans, ideal auch für „Kammermusik-Einsteiger“.
Mehr als die Summe
Jasper Trio, das sind drei Individuen auf der Suche nach einem größeren Ganzen: Die Zusammenarbeit von Yuliia Van (Violine), Lukas Rothenfußer (Violoncello) und Jung Eun Séverine Kim (Klavier) ist dabei geprägt von der Lust am Erzählen, dem Erkunden musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten und dem Erforschen neuer Perspektiven. 2021 in Hannover gegründet haben die drei Kammermusiker bereits auf zahlreichen großen Bühnen unter anderem in Deutschland, Österreich, China, Korea und der Ukraine brilliert. Für den Abschluss der Herbst-Winter-Konzertreihe der Brahmsgesellschaft hat das Trio unter dem Titel „Gassenhauer in Wien und Böhmen“ Volksmusikalische Kammermusik von Beethoven, Martinů und Dvořák ausgewählt.
Dramatische Schönheit
Franz Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ gehört zu den bedeutendsten Kammermusikwerken den 19. Jahrhunderts. Der zweite Satz verarbeitet das gleichnamige Kunstlied, in dem der Tod in beruhigender Weise zu einem jungen Mädchen spricht. Das Streichquartett in d-Moll ist von dramatischen Kontrasten geprägt, die zwischen düsterer Unruhe und lyrischer Innigkeit wechseln. Neben Schuberts Werk bringt das Armat Quartett zwei weitere Kammermusik-Perlen zur Aufführung: Beethovens Streichquartett Nr. 1 F-Dur op. 18 Nr. 1, entstanden um 1798–1800, zeigt seinen Übergang von der Klassik zur frühen Romantik. Besonders der zweite Satz, ein expressives Adagio, soll von der Grabesszene aus „Romeo und Julia“ inspiriert worden sein. Arvo Pärts „Da pacem Domine“ ist ein ruhiges, meditatives Werk, das auf einem alten Kirchenlied basiert. Mit seinen schwebenden Klängen und langsamen Harmoniewechseln schafft es eine Atmosphäre der Stille und Besinnung.
Das Armat Quartett wurde 2018 gegründet und besteht aus Mitgliedern der Symphoniker Hamburg: Hovhannes Baghdasaryan (Violine), Makrouhi Hagel (Violine), Sebastian Marock (Viola) und Theresia Rosendorfer (Violoncello). Der Name „Armat“ bedeutet auf Armenisch „Wurzel“ und spiegelt die kulturellen Wurzeln der Ensemblemitglieder wider. Das Quartett hat bereits mehrfach in der Drostei in Pinneberg Konzerte gegeben.
Kammersolisten des NDR Elbphilharmonie Orchesters
Großbesetzte Kammermusik mit Kontrabass? Bedeutende Werke für diese Besetzung kann man zwei Händen abzählen. Doch ganz vorne dabei: das großformatige Oktett von Franz Schubert für fünf Streicher und drei Bläser sowie das herrlich melodiöse „Kontrabass-Quintett“ op. 77 von Antonín Dvorák. Die Stücke stehen als Meisterwerke der kammermusikalischen Tradition des 19. Jahrhunderts. Schuberts Komposition besticht durch ihre Intimität und feinsinnige melodische Entfaltung, während Dvořáks Quintett mit seiner dynamischen Vielfalt und dem warmen Klang des Kontrabasses die Zuhörer in eine Welt voller Emotionen und tiefer musikalischer Erzählung entführt. Wenn dann noch acht Kammersolisten des NDR Elbphilharmonie Orchesters auf den Plan treten, kann man einen großartigen Abend erwarten – ausnahmsweise auch mal ohne Brahms, der eine große Wertschätzung für Schubert und Dvorák pflegte.
Reise um die Welt
Ihre gemeinsam große Leidenschaft für Kammermusik entdeckten Alexandra Forstner, Fabian Sahm, Lisa Wegmann, Tobias Reikow und Bastian Spier bereits, als sie noch im Bundesjugendorchester musizierten. 2020 wurde dann die Idee geboren, sich zu einem Bläserquintett zusammenzuschließen, das in kürzester Zeit für allerhand Aufmerksamkeit sorgte. So entschloss sich die Mozart Gesellschaft Dortmund bereits 2021 das Ensemble zu fördern, 2022 gab es zudem die Förderung der Klaus Geske Stiftung Erftstadt und seit 2023 ist das Ensemble Quinton Stipendiaten-Ensemble der Villa Musica Rheinland-Pfalz. Mit ihrer „Reise um die Welt“ widmen sich die jungen Musiker den vielfältigen Facetten der Musik: Von Fazil Says „Alevi Dedeler Rakı Masasında“ über die amerikanische Summer Music von Samuel Barber und dem Tango-Ballett von Astor Piazzolla hin zum klassisch-eleganten Bläser-Quintett des tschechischen Gattungsgründers Anton Reicha.
Tänze von Ungarn bis Spanien
Wenn die „Diantos” ihre Programme von Brahms bis Granados spielen, herrscht Hochspannung pur! Das spanische Bläserensemble mit Sitz in Amsterdam kombiniert Musik und Tanz, indem es traditionelle Kammermusikkonzerte in ein dynamisches und interaktives Erlebnis verwandelt. Anstatt nur statisch auf der Bühne zu spielen, integrieren die Musiker choreografische Elemente, die eine visuelle und emotionale Verbindung zum Publikum herstellen. Diese Bewegungen sind nicht nur ästhetisch, sondern tragen dazu bei, die musikalische Struktur und Dynamik der Stücke verständlicher und erlebbarer zu machen. Mit seinen fünf Holzblasinstrumenten, durch das Schilfrohr (Reed) als gemeinsames Element verbunden, erzeugen die fünf Musiker darüber hinaus einen einzigartigen Ensembleklang.
Perlen der Kammermusik von Schubert bis Ravel
Die Initiative Jugend-Kammermusik Hamburg besucht den Kulturhof für ein exquisites Gastspiel. Drei ausgewählte Formationen, das Marea-Quartett, das Merkur-Quintett und das Luna-Quintett, spielen Werke von Schubert, Beethoven, Ravel und Vaughn-Williams. Die Initiative bietet talentierten jungen Preisträgern die Möglichkeit, ein Jahr lang Kammermusik unter Anleitung von erfahrenen Dozenten zu proben und das Ergebnis in Konzerten zu präsentieren. Das Programm richtet sich an fortgeschrittene Musikschüler und junge Studierende, die in kleinen Ensembles musizieren. Die Besucher dürfen sich auf einige Perlen der Kammermusik freuen.
I want to LIV in America
Das LIV Quartett hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem umfangreiche Repertoire, das für speziell für mehrere Klarinetten komponiert wurde, jedoch viel zu selten zur Aufführung kommt, Gehör zu verschaffen. Dabei wollen die vier Musikerinnen nicht zuletzt auch die Begeisterung, die sie selbst für diese Stücke und das Instrument entwickelt haben, an ihr Publikum weitergeben und für dieses Kammermusik-Genre begeistern. Gegründet wurde das LIV Quartett 2021 von den vier Klarinettisten Naama Caspo Goldstein, Laia Haro Catalan, Daniela Pinho und Júlia Solà, die sich Frankfurter Musikhochschule kennenlernten und dort ihre gemeinsame Passion entdeckten. Mit seinen innovativen Programmen gastierte das Quartett bereits Berlin und Köln, bei den Plöner Schlosskonzerten, den Internationalen Kammermusiktagen Homburg, den Journées Musicales d’Uzerche in Frankreich und beim „Allegro! Musikfest“ im Taunus. In ihrem Programm „I want to LIV in America“ adaptieren die Musikerinnen das berühmte „Amerikanische Streichquartett“ von Dvorák, spielen Ragtimes von Scott Joplin und Folksongs von Florence Price.