Tröstendes Werk
Mit seinem 1868 uraufgeführten Werk, hat Brahms die Tradition den Requiems völlig umgekrempelt. Denn hier haben wir keine Messe für Verstorbene in lateinischer Sprache vor uns. „Ein deutsches Requiem“ richtet sich vielmehr an die Hinterbliebenen und beinhaltet tröstende Worte der Bibel in deutscher Sprache, anstatt sich auf das „Jüngste Gericht“ zu konzentrieren. Musikalisch vereint das Werk klassische Chorsätze, expressive Solopartien und prachtvolle Orchesterpassagen. Das Zusammenspiel von Chor, Solisten und Orchester entfaltet eine beeindruckende klangliche Dichte, die die spirituelle Tiefe des Textes verstärkt. In dieser Aufführung wird das Werk mit der Hamburger Camerata und dem Chor St. Laurentii unter der Leitung von Dörthe Landmesser zum Leben erweckt. Als Solisten brillieren Hanna Zumsande (Sopran) und Christoph Liebold (Bass).
Violine & Klavier – ein gemeinsamer Glockenschlag
Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Ernest Chausson und Edward Elgar stehen im Mittelpunkt des Konzertes der Geigerin Franziska Pietsch und der Pianistin Maki Hayashida. Pietsch, ICMA-Preisträgerin 2021 und in Ost-Berlin aufgewachsen, und Hayashida, aus Tokio stammend, vereinen ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe in einem gemeinsamen musikalischen Ausdruck. Beide sind als Solistinnen und Kammermusikerinnen international etabliert und zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche klangliche Vielfalt aus.
Felix Mendelssohn-Bartholdy, Ernest Chausson und Edward Elgar repräsentieren jeweils ihre ganze eigenen Ausdrucksformen der Romantik. Mendelssohns Musik besticht durch klare Melodik und klassische Eleganz mit einer lyrischen Leichtigkeit. Chausson dagegen beeindruckt mit dichten Harmonien und einer tiefen emotionalen Intensität, die oft melancholisch wirkt. Elgar bringt eine schließlich ein typisch britische Note in seine Musik ein, geprägt von majestätischer Würde und warmem, vollem Klang.
Das neue Jahr festlich begrüßen!
Gemeinsam mit dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater begrüßt Brunsbüttel mit diesem Neujahrskonzert das neue Jahr. Das Konzert, dirigiert von Harish Shankar, verspricht, dort anzuknüpfen wo Silvester aufhörte – auf musikalisch allerhöchstem Niveau in der herrlichen Akustik des Elbeforums. Auf dem Programm stehen die Werke von höchst unterschiedlichen Komponistinnen und Komponisten: Aaron Copland, 1900 in New York geboren, gilt als eine Schlüsselfigur der amerikanischen Moderne. Im Programm sind seine „Four Dances“ aus dem Ballett „Rodeo“. Leonard Bernstein – übrigens ein großer Förderer Coplands – ist mit den „Sinfonischen Tänzen“ aus „West Side Story vertreten. „Feuerberg“ ist ein Stück von Khadija Zeynalova, 1975 in Aserbaidschan geboren, die in Baku und Detmold Komposition studierte. Oscargewinner John Williams, weltbekannter Filmkomponist, steuert den „Superman March“ bei und Joan Towers „Fanfare No. 1 for the Uncommon Woman“ bringt eine weitere weibliche Stimme ins Konzert. Die 1964 geborene Gabriela Ortiz lehrt Komposition an der Universität von Mexiko. Der Titel ihrer Orchesterkomposition von 2021 lautet „Kauyumari“, und bezieht sich auf eine Art Schutzgeist.
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
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Die musikalische Vielfalt der Habsburger Monarchie
Das accio piano trio wurde 2013 von Clemens Böck (Violine), Anne Keckeis (Cello) und Christina Scheicher (Klavier) am Mozarteum Salzburg gegründet und schloss 2023 sein Masterstudium in Kammermusik Klaviertrio mit Auszeichnung ab. Seitdem folgten zahlreiche internationale Konzertreisen. 2021 debütierte das Trio in der Stiftung Mozarteum Salzburg mit Rolando Villazón. Es gewann mehrere nationale und internationale Preise, zuletzt den 1. Preis beim Carl-Wendling-Wettbewerb in Stuttgart. Das Repertoire umfasst Meisterwerke der Wiener Klassik, selten gespielte Klaviertrios und Jugendwerke berühmter Komponisten. 2025 ist ein Konzert bei der Salzburger Mozartwoche geplant.
Im slawisch geprägten Programm des Trios werden drei Werke aus der ehemaligen Habsburger Monarchie präsentiert: Wiener Klassik mit polnischen Einflüssen, böhmische Romantik mit ukrainischen Wurzeln und eine slawonisch-deutsche Komponistin der Jahrhundertwende. Auf ein frühes Haydn-Trio mit „Polones“ folgen ein Werk der Kroatin Dora Pejačević und das „Dumky“-Trio von Antonín Dvořák.
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Wohlklingende Kontraste
Hier steht ganz klar wieder Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt des Gastspieles der Philharmonie des Theaters für Niedersachsen – und zwar mit ein paar ganz besonderen Stücken: Die Motette „Exsultate, jubilate“ ist eines seiner wenigen Werke für Solostimme und Orchester mit einem lateinischen geistlichen Text. Doch zu ernsthaft wird es, wie meist bei Mozart, trotz des klerikalen Hintergrundes nicht: Der überschäumende Lobgesang ist eines seiner meistgespielten Stücke überhaupt, besonders das freudige Schluss-Alleluja. Viel weniger bekannt ist dagegen die kontrastreiche, fast halbstündige Ballettmusik zu seiner Oper „Idomeneo“, die selbst heute noch nur selten zu hören ist. Dabei lehnt sie sich an die ernsten französischen Opern jener Zeit an, womit Mozart größeren Abwechslungsreichtum in die italienische Opera seria bringen wollte.
Als Kontrast stehen Mozart zwei moderne Kompositionen gegenüber: Der amerikanische Komponist Vijay Iyer ist eigentlich im Jazz zu Hause, in seinen Kompositionen vermischen sich zudem Einflüsse von Minimal Music, Avantgarde und indischer Musik zu einem organischen und emotionalen Ganzen – wie in „Asunder“ eindrucksvoll zu hören ist. Die Britin Anna Clyne war seit 2010 „composer in residence“ bei verschiedenen Orchestern dies und jenseits des Atlantiks. Ihr mitreißende Orchesterstück „Sound and Fury“ bezieht sich auf eine Haydnsinfonie und Shakespeares „Macbeth“.
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De noble coeur
Was das Ensemble Trigon schafft, kann in der Tat als „einmalig“ bezeichnet werden. Sie bewegen sich scheinbar mühelos durch die Musik der Jahrhunderte, verweben Märchenerzählungen zu Harfenbegleitung mit Volksmelodien aus Skandinavien und großen Concerti grossi des Barock. Doch auch eigene Arrangements haben Katrin Krauß-Brandi (Blockflöte und Moderation), Kerstin de Witt (Blockflöte) und Holger Schäfer (Gesang, Cembalo, Harfe) im Repertoire: mal leidenschaftlich und raffiniert, mal melancholisch, mal virtuos.
Waren sie noch vor ein paar Jahren ein Geheimtipp, so sind sie mittlerweile längst angekommen in den nationalen und internationalen Konzertkalendern. Auch im Rundfunk ist ihre Musik regelmäßig zu hören. So wählte der hessische Rundfunk ihre Debut-CD „Vil lieber grüsse süsse“ im Dezember 2013 zur „CD der Woche“. Für ihr Programm in Glückstadt hat das Trio mittelalterliche Lieder und Tänze aus Frankreich, Werke von John Playford, Francesco Geminiani und Johann Sebastian Bach sowie Lieder, Märchen und Tänze aus Skandinavien ausgewählt.
Die Goldberg-Variationen
Die künstlerische Reise des 1995 geborenen Alexander Maria Wagner begann am Salzburger Mozarteum, wo er unter der Ägide des angesehenen Pianisten Pavel Gililov seine Fertigkeiten verfeinerte. Anschließend setzte er sein Streben nach Perfektion zwei Jahre lang am Royal College of Music in London fort, wo er sein Talent weiterentwickelte. Seine musikalische Leidenschaft führte ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinaus: neben zahlreichen Auftritten im Inland zeigte er auch auf internationale Bühnen in der Schweiz, Tschechien, Italien, England, Rumänien, Frankreich und den USA mit seinem Können.
Seine erste Sinfonie mit dem wuchtigen Titel „KRAFTWERK“ komponierte er bereits im zarten Alter von 14 Jahren. Sie erschien bei Oehms Classics, eingespielt vom Sofia Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Alexei Kornienko. Seine zweite CD mit Klavierwerken von Bach, Schumann und einer eigenen Komposition wurde von Ingo Harden im Fono Forum hochgelobt. Im Frühjahr 2017 spielte das Radiosinfonieorchester Moskau seine zweite Sinfonie und Tschaikovskys Erstes Klavierkonzert mit ihm als Solisten ein. Für sein Konzert in Marne hat Wagner mit den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach eines der Schlüsselwerke der Barockmusik ausgewählt.
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Die Klavierwerke ihrer Kindheit
Ein sehr persönliches Programm, das sich nicht zuletzt auch an Kinder richtet, hat die Pianistin I-En Liu zusammengestellt. Es geht um ihre eigene Kindheit und die Klavierstücke, die sie im Alter von 3 bis 12 Jahren geübt und gespielt hat. Die Auswahl der Werke für dieses besondere Konzert aus ihrem frühen Repertoire soll vor allem auch für Kinder gut verständlich sein und die Begeisterung für das Klavier wecken.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer erwarten zahlreiche Sonatinen, Variationen von Mozart, Sonaten von Mozart und Beethoven, die Suite „Children´s Corner“ von Debussy, sowie Stücke von Daquin, Kabalewski und Mendelssohn. Dazu erzählt I-En Liu Anekdoten aus ihrer Kindheit, die mit dem Üben der jeweiligen Stücke zusammenhängen und wie sie selbst das Klavierspielen erlernt hat. Die Musikerin freut sich bereits jetzt auf das auch für sie außergewöhnliche Konzert: „Ich hoffe, durch das Erzählen meiner Lebensgeschichte wird es mir gelingen, ein paar Prinzipien des Klavierlernens zu vermitteln – und zwar nicht in belehrender, sondern in erzählerischer Art und Weise.“
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