Stummfilm mit Musik
Es steht ein ganz besonderer Film im Rahmen der Arthousefilm-Abende im Elbeforum an! Und zwar mit Live-Music und am Klavier sitzt: Stephan von Bothmer. Er holt Stummfilme aus den Archiven und komponiert neue Filmmusik dazu. Das präsentiert er als Show: als Konzert perfekt synchron zu Filmen. Zu jedem Konzert gibt es ein Vorprogramm aus Filmen, Musik und Infotainment. Eine besondere Vorliebe hat Bothmer für Kinowerbungen der 10er und 20er Jahre. Diese haben oft ein hohes künstlerisches und tricktechnisches Niveau und sind ziemlich lustig. Und nebenbei lernt das Publikum eine Menge aus seinen Moderationen: Wussten Sie, dass Stummfilme damals farbig in den Kinos liefen? Welcher Film gezeigt wird natürlich wie immer nicht verraten!
Until Night Falls
Die Pianistin ungarischer Herkunft hat mit ihrem Debütalbum eine musikalische Reise durch die Nacht unternommen. Auf „Until Night Falls” spielt sie mit den verschiedenen Stimmungen nach Sonnenuntergang – mal romantisch, mal düster, mal feiernd. Neben originalen Klavierwerken unter anderem von Chopin, Brahms oder Debussy finden sich hier auch eigene Bearbeitungen von Liedern. Eva Barta studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Evgenij Koroliov. Sie arbeitete am Thalia Theater Hamburg und an der Kammeroper Hamburg als Bühnenmusikerin. Gastspiele führten sie u.a. an das Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, zum Mannheimer Mozartsommer und an das Pantheon Theater Bonn.
Programm:
Claude Debussy: Claire de lune / La soirée dans Grenade
Frédéric Chopin: Berceuse op. 57
Béla Bartók: Ein Abend auf dem Lande / Rumänischer Tanz Nr. 1 op. 8a
Alexander Skrjabin: Etude op. 42, Nr. 3
Sergej Rachmaninoff: Preludes g-moll op. 23, Nr. 5 und cis-moll op. 3, Nr. 2
Johannes Brahms: 3 Intermezzi op. 117
Kurt Weill: Youkali
Große Talente am Klavier
Flemming Thomsen wurde 2008 geboren und hat seit 2016 Klavierunterricht, seit fünf Jahren bei David Satyabrata. 2021 gewann er jeweils den 2. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (Klavier, vierhändig) und beim Nationalen Bachwettbewerb in Köthen. 2022 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (im Duo mit Lucie Benediktová), 2023 den 1. Preis mit Auszeichnung beim Mai-Festival Young in Rellingen und den 1. Preis im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Zwickau. 2024 erhielt Flemming den Jugendkulturpreis des Kreises Dithmarschen.
Junyu Tie wurde 2007 in Shenyang (China) geboren. Seit 2022 studiert er am Julius-Stern-Institut der UdK in der Klasse von Stefan Lietz. Junyu Tie ist mehrfacher Preisträger verschiedener Klavierwettbewerbe. Im Jahr 2023 gewann er beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Klavier solo neben einem ersten Preis mit Höchstpunktzahl auch den Sonderpreis der Stiftung Musikleben, sowie den Sonderpreis des Ministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend. In diesem Jahr begann Junyu Tie sein Bachelor-Studium in der Klasse von Lukas Blondeel.
Programm:
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge C-Dur (Wohltemperiertes Klavier I) (Flemming)
Joseph Haydn: Sonate c-Moll Hob. XVI/20 (Junyu)
György Ligeti: Arc-un-ciel (Flemming)
Frederic Chopin: Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23 (Flemming)
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge C-Dur (Wohltemperiertes Klavier II) (Junyu)
Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 2 a-Moll (Präludium & Allemande) (Flemming)
Frederic Chopin: Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52 (Flemming)
Johann Sebastian Bach: Präludium & Fuge Cis-Dur (Wohltemperiertes Klavier I) (Flemming)
Frederic Chopin: Andante spianato et grande polonaise brillante op. 22 (Junyu)
Valses nobles et sentimentales am Piano
Johannes Friedemann wurde international bekannt, als er beim 50-jährigen Jubiläum der Berliner Philharmonie Beethovens fünftes Klavierkonzert interpretierte. Im Alter von sechzehn Jahren begann er sein Klavierstudium in Düsseldorf, danach studierte er an der Zürcher Hochschule der Künste und schloss sein Diplom mit Auszeichnung ab. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er bei Vladimir Ashkenazy. Johannes Friedemann trat unter anderem bei der Biennale in Venedig, am Gewandhaus Leipzig und in der Tonhalle Düsseldorf auf. 2023 spielte er die Welturaufführung eines Klavierkonzertes anlässlich der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Dubai. Beim internationalen Klavierwettbewerb Città di Cesenatico, sowie bei vielen anderen Wettbewerben gewann er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klaviersonate A-Dur KV 331
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Klaviersonate cis-Moll Pathétique
Enrique Granados (1867-1917): Allegro de Concierto Op. 46
Maurice Ravel (1867-1917): Valses nobles et sentimentales
Franz Liszt (1811-1886): La Campanella
Musikalischer Herbstzauber
Die St. Laurentii-Kirche lädt zu einem besonderen Kammerkonzert für Oboe und Klavier ein. Die Musikerinnen Claudia Zülsdorf (Oboe) und I-En Liu (Klavier) präsentieren ein vielseitiges Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Camille Saint-Saëns. Das verspricht ausdrucksstarke Klangfarben und virtuoses Zusammenspiel in der stimmungsvollen Atmosphäre der Kirche. Ein musikalischer Herbstnachmittag, der Klassikliebhaber:innen und Neugierige gleichermaßen begeistern wird.
Recital – Piano Perspectives
Von Carl Philipp Emanuel Bach bis Franz Schubert reicht das Repertoire, das der renommierte Pianist Johannes Nies für sein Konzert in Marne ausgewählt hat. Hier trifft expressive Freiheit auf virtuosen Anspruch: Bachs „Fantasia in C-Dur“ ist ein Paradebeispiel des empfindsamen Stils, Beethovens „32 Variationen über ein eigenes Thema in c-Moll“ bestechen durch ihre dramatische Intensität. Chopins „Nocturne in cis-Moll“ hingegen entfaltet eine melancholische, fast improvisatorische Eleganz, während Schuberts „Wanderer-Fantasie“ als monumentales Meisterwerk symphonische Dichte mit pianistischen Herausforderungen vereint. Jedes dieser Werke durchbrach auf seine Weise die musikalischen Grenzen seiner Epoche.
Johannes Nies ist seit längerem ein gern gesehener Gast im KBH Marne. Dank seiner herausragenden Begabung wurde er mit 15 Jahren Privatschüler des legendären Karl-Heinz Kämmerling. Bei ihm legte er 2007 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sein Diplom ab und studierte anschließend bis zu seinem Konzertexamen in der Soloklasse von Prof. Markus Becker, ebenfalls in Hannover. Zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Alfred Brendel und Pavel Gililov, runden seine Ausbildung ab. Johannes Nies erhielt zahlreiche Preise und Stipendien und konzertierte im In- und Ausland.
Programm:
Carl Philipp Emanuel Bach: Fantasia in C-Dur, H.291
Ludwig van Beethoven: 32 Variationen über ein eigenes Thema in c-Moll, WoO 80
Frédéric Chopin: Nocturne in cis-Moll, op. posth.
Franz Schubert: Fantasie in C-Dur, D 760 „Wanderer-Fantasie“
*** Pause ***
Mix mit Musik u.a. von Claude Debussy, Philip Glass, Nikolai Kapustin, Fazil Say, kombiniert mit eigenen Improvisationen
Klang und Wort im Einklang
Sauti é Haala, das ist ein musikalisch-poetisches Projekt von Zaida Horstmann (Poetry, Gesang) und Abdou-Rahime Diallo (Gitarre, Kalimba, Gesang, Perkussion), das Grenzen überschreitet – sprachlich, kulturell und thematisch. Der Name verbindet Suaheli (Sauti = Klang) und Fulani (Haala = Wort) und steht sinnbildlich für die Verschmelzung von Musikstilen Afrikas und Lyrik. Gemeinsam mit ihren Mitmusikern Willy Sahel (Gitarre, Bass) und der Sängerin Feven Yoseph verweben Horstmann und Diallo westafrikanische Musikstile mit tiefgehender Lyrik, die sich kritisch mit Kolonialität, Rassismuserfahrungen sowie spirituellen und gesellschaftlichen Themen des Globalen Südens und seiner Diaspora auseinandersetzt.
Das Klavierduo spielt Schubert und Strawinsky
Die aus Tschechien stammende Tereza Gugg-Kalabova und der Österreicher Johannes Gugg wurden 1998 geboren und bilden bereits seit ihrer Jugend ein Klavierduo. Spätestens seit dem Gewinn eines Sonderpreises beim ARD-Musikwettbewerb 2021 treten die jungen Musiker regelmäßig in großen Konzertsälen auf. In dieser Saison spielten sie beispielsweise im Wiener Konzerthaus sowie im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins. Im Oktober debütierten sie auch im Rumänischen Athenäum in Bukarest als Ersatz für Martha Argerich. Beide schlossen im Juni 2022 ihr Solo-Studium an der Kunstuniversität Graz bei Ayami Ikeba mit Auszeichnung ab und setzen ihre musikalische Ausbildung momentan in der Klasse des Klavierduos Silver-Garburg fort.
Programm:
Franz Schubert (1797-1828): Sonate C-Dur, D. 812 „Grand Duo“
Igor Strawinsky (1882-1971): Petruschka (Burleske in vier Bildern) für Klavier zu vier Händen
Recital: Zwischenwelten
Für sein Konzert in Marne hat der amerikanische Pianist Jacob Nydegger ein sehr spezielles Programm zusammengestellt: Von Igor Straor Stravinsky „Petruschka“ über Alexander Skrjabins Sonate Nr. 5 und Préludes von S. Andrew Lloyd bis hin zu Beethovens Sonate Nr. 30 in E-Dur reicht die Bandbreite des Abends. Anhand der Werke demonstriert der Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, wie die Komponisten in den unterschiedlichen Epochen mit den Gegensätzen in der Musik gearbeitet haben. Von Strawinskys lebendigem Spiel zwischen Mensch und Puppe bis hin zu Beethovens Mischung aus Sanftheit und Stärke verdeutlicht das Programm, dass Gegensätze nicht nur Konflikte bedeuten. Sie können auch Harmonie, Ausgleich und die besondere Schönheit zeigen, die entsteht, wenn Gegensätze zusammenwirken. Gleichzeitig loten die Werke die Vielfalt und Möglichkeiten des Klaviers als Instrument aus und schlagen eine Brücke zwischen unterschiedlichen Epochen und Stilen.
Eine musikalische Weltreise am Klavier
Nichts weniger als eine Weltreise bietet die Pianistin Hanna Bachmann ihrem Publikum an diesem Abend an. Die Zuschauer können dabei allerdings entspannt sitzen bleiben, denn die Erdumrundung, die gleichzeitig auch eine Reise durch die Jahrhunderte ist, findet rein musikalisch statt. Ausgangspunkt ist Deutschland mit einem Stück der deutschen Komponistin Emilie Mayer, Österreich wird im Anschluss durch Franz Schubert vertreten. Die weiteren Stationen sind: Tschechien: Bohuslav Martinu – Griechenland: Manos Hadjidakis – Ukraine: Myroslav Skoryk – Russland: Anton Rubinstein – Armenien: Arno Babadjanian – Türkei: Ahmed Adnan Saygun – Israel: Bracha Bdil – Iran: Iradj Sahbai – China: Wang Jianzhong – Japan: Kikuko Kanai – Australien: Roy Agnew – Brasilien: Francisco Mignone – Argentinien: Carlos Guastavino – Kuba: Ernesto Lecuona – Mexiko: Manuel María Ponce – USA: Scott Joplin – Norwegen: Edvard Grieg – Schweiz: Joachim Raff – Spanien: Enrique Granados – Frankreich: Cécile Chaminade – Italien: Muzio Clementi – Ungarn: Béla Bartók.
Eine rege Konzerttätigkeit führt die 1993 geborene Musikerin aus ihrer Heimat Österreich regelmäßig auch nach Deutschland, ins restliche Europa und darüber hinaus. Besonders hervorzuheben sind dabei ihre Auftritte im Wiener Musikverein, in der Berliner Philharmonie und im Beethovenhaus Bonn. Mit zwölf Jahren wurde die junge Pianistin ans Landeskonservatorium Feldkirch aufgenommen, bevor sie nach Wien wechselte. Ab 2011 studierte sie bei Pavel Gililov am Mozarteum Salzburg, wo sie 2015 ihr Bachelor- und zwei Jahre später ihr Master-Studium mit Auszeichnung absolvierte.