Backstage

Sauti é Haala

Klang und Wort im Einklang

Sauti é Haala, das ist ein musikalisch-poetisches Projekt von Zaida Horstmann (Poetry, Gesang) und Abdou-Rahime Diallo (Gitarre, Kalimba, Gesang, Perkussion), das Grenzen überschreitet – sprachlich, kulturell und thematisch. Der Name verbindet Suaheli (Sauti = Klang) und Fulani (Haala = Wort) und steht sinnbildlich für die Verschmelzung von Musikstilen Afrikas und Lyrik. Gemeinsam mit ihren Mitmusikern Willy Sahel (Gitarre, Bass) und der Sängerin Feven Yoseph verweben Horstmann und Diallo westafrikanische Musikstile mit tiefgehender Lyrik, die sich kritisch mit Kolonialität, Rassismuserfahrungen sowie spirituellen und gesellschaftlichen Themen des Globalen Südens und seiner Diaspora auseinandersetzt.

Kalabova & Gugg

Das Klavierduo spielt Schubert und Strawinsky

Die aus Tschechien stammende Tereza Gugg-Kalabova und der Österreicher Johannes Gugg wurden 1998 geboren und bilden bereits seit ihrer Jugend ein Klavierduo. Spätestens seit dem Gewinn eines Sonderpreises beim ARD-Musikwettbewerb 2021 treten die jungen Musiker regelmäßig in großen Konzertsälen auf. In dieser Saison spielten sie beispielsweise im Wiener Konzerthaus sowie im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins. Im Oktober debütierten sie auch im Rumänischen Athenäum in Bukarest als Ersatz für Martha Argerich. Beide schlossen im Juni 2022 ihr Solo-Studium an der Kunstuniversität Graz bei Ayami Ikeba mit Auszeichnung ab und setzen ihre musikalische Ausbildung momentan in der Klasse des Klavierduos Silver-Garburg fort.

Programm: 
Franz Schubert (1797-1828): Sonate C-Dur, D. 812 „Grand Duo“
Igor Strawinsky (1882-1971): Petruschka (Burleske in vier Bildern) für Klavier zu vier Händen

Jacob Nydegger

Recital: Zwischenwelten

Für sein Konzert in Marne hat der amerikanische Pianist Jacob Nydegger ein sehr spezielles Programm zusammengestellt: Von Igor Straor Stravinsky „Petruschka“ über Alexander Skrjabins Sonate Nr. 5 und Préludes von S. Andrew Lloyd bis hin zu Beethovens  Sonate Nr. 30 in E-Dur reicht die Bandbreite des Abends. Anhand der Werke demonstriert der Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, wie die Komponisten in den unterschiedlichen Epochen mit den Gegensätzen in der Musik gearbeitet haben. Von Strawinskys lebendigem Spiel zwischen Mensch und Puppe bis hin zu Beethovens Mischung aus Sanftheit und Stärke verdeutlicht das Programm, dass Gegensätze nicht nur Konflikte bedeuten. Sie können auch Harmonie, Ausgleich und die besondere Schönheit zeigen, die entsteht, wenn Gegensätze zusammenwirken. Gleichzeitig loten die Werke die Vielfalt und Möglichkeiten des Klaviers als Instrument aus und schlagen eine Brücke zwischen unterschiedlichen Epochen und Stilen.

Hanna Bachmann

Eine musikalische Weltreise am Klavier

Nichts weniger als eine Weltreise bietet die Pianistin Hanna Bachmann ihrem Publikum an diesem Abend an. Die Zuschauer können dabei allerdings entspannt sitzen bleiben, denn die Erdumrundung, die gleichzeitig auch eine Reise durch die Jahrhunderte ist, findet rein musikalisch statt. Ausgangspunkt ist Deutschland mit einem Stück der deutschen Komponistin Emilie Mayer, Österreich wird im Anschluss durch Franz Schubert vertreten. Die weiteren Stationen sind: Tschechien: Bohuslav Martinu – Griechenland: Manos Hadjidakis – Ukraine: Myroslav Skoryk – Russland: Anton Rubinstein – Armenien: Arno Babadjanian – Türkei: Ahmed Adnan Saygun – Israel: Bracha Bdil – Iran: Iradj Sahbai – China: Wang Jianzhong – Japan: Kikuko Kanai – Australien: Roy Agnew – Brasilien: Francisco Mignone – Argentinien: Carlos Guastavino – Kuba: Ernesto Lecuona – Mexiko: Manuel María Ponce – USA: Scott Joplin – Norwegen: Edvard Grieg – Schweiz: Joachim Raff – Spanien: Enrique Granados – Frankreich: Cécile Chaminade – Italien: Muzio Clementi – Ungarn: Béla Bartók.

Eine rege Konzerttätigkeit führt die 1993 geborene Musikerin aus ihrer Heimat Österreich regelmäßig auch nach Deutschland, ins restliche Europa und darüber hinaus. Besonders hervorzuheben sind dabei ihre Auftritte im Wiener Musikverein, in der Berliner Philharmonie und im Beethovenhaus Bonn. Mit zwölf Jahren wurde die junge Pianistin ans Landeskonservatorium Feldkirch aufgenommen, bevor sie nach Wien wechselte. Ab 2011 studierte sie bei Pavel Gililov am Mozarteum Salzburg, wo sie 2015 ihr Bachelor- und zwei Jahre später ihr Master-Studium mit Auszeichnung absolvierte.

Klavierkonzert: David Satyabrata

Von Bernstein über Crumb bis Gershwin

David Satyabrata wurde 1966 in Indonesien geboren und studierte in Hamburg und Hannover. Außerdem nahm er an Meisterkursen von Andras Schiff, Andor Foldes und Anatol Ugorski teil. 1986 erhielt er beim Bundesdeutschen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt den 2. Preis. 1987 war er Finalist beim Internationalen Clara Haskil-Wettbewerb in Vevey. 1988 gewann er den Bundesdeutschen Hochschulwettbewerb in Berlin. Seitdem folgten Konzerte in zahlreichen europäischen Ländern. Im Kultur- und Bürgerhaus Marne spielt Satyabrata ausgewählte „7 Anniversaries“, „Touches“ und „4 Anniversaries“ von Leonard Bernstein, „A Little Suite for Christmas A.D.1979“ von George Crumb und „18 Songs“  sowie „Preludes for Piano“ George Gershwin.

Roxy und ihr Wunderteam

Vaudeville-Operette in drei Akten von Paul Abraham

Ungarns Spitzenkicker haben einen fulminanten Sieg im Spiel um die Meisterschaft in London eingefahren, im Trainingscamp am Plattensee bereiten sie sich auf das Rückspiel vor. Dort schleicht sich die englische Millionenerbin Roxy – als Nachwuchsspieler verkleidet – ein und sorgt für reichlich erotische Kapriolen. Als dann auch noch das gesamte sportbegeisterte Mädchenpensionat aufschlägt, gerät der Trainingserfolg ernsthaft in Gefahr.

Der ungarische Komponist Paul Abraham erlangte in den 30er Jahren mit Werken wie „Blume von Hawaii“ und „Ball im Savoy“ Berühmtheit in der deutschsprachigen Operette. Seine Karriere wurde durch den Nationalsozialismus abrupt beendet, doch seine Werke erleben heute eine Wiederentdeckung. Das Schleswig-Holsteinische Landestheater präsentiert eine halbszenische Aufführung im Stil des US-amerikanischen Vaudeville mit einer musikalischen Rekonstruktion von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger.

Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.

Die Veranstaltung wird Ihnen präsentiert von:

GtlB

Alexander Maria Wagner

Die Goldberg-Variationen

Die künstlerische Reise des 1995 geborenen Alexander Maria Wagner begann am Salzburger Mozarteum, wo er unter der Ägide des angesehenen Pianisten Pavel Gililov seine Fertigkeiten verfeinerte. Anschließend setzte er sein Streben nach Perfektion zwei Jahre lang am Royal College of Music in London fort, wo er sein Talent weiterentwickelte. Seine musikalische Leidenschaft führte ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinaus: neben zahlreichen Auftritten im Inland zeigte er auch auf internationale Bühnen in der Schweiz, Tschechien, Italien, England, Rumänien, Frankreich und den USA mit seinem Können.

Seine erste Sinfonie mit dem wuchtigen Titel „KRAFTWERK“ komponierte er bereits im zarten Alter von 14 Jahren. Sie erschien bei Oehms Classics, eingespielt vom Sofia Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Alexei Kornienko. Seine zweite CD mit Klavierwerken von Bach, Schumann und einer eigenen Komposition wurde von Ingo Harden im Fono Forum hochgelobt. Im Frühjahr 2017 spielte das Radiosinfonieorchester Moskau seine zweite Sinfonie und Tschaikovskys Erstes Klavierkonzert mit ihm als Solisten ein. Für sein Konzert in Marne hat Wagner mit den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach eines der Schlüsselwerke der Barockmusik ausgewählt.

Die Veranstaltung wird Ihnen präsentiert von:

Landgasthaus Zum Dückerstieg

I-En Liu

Die Klavierwerke ihrer Kindheit

Ein sehr persönliches Programm, das sich nicht zuletzt auch an Kinder richtet, hat die Pianistin I-En Liu zusammengestellt. Es geht um ihre eigene Kindheit und die Klavierstücke, die sie im Alter von 3 bis 12 Jahren geübt und gespielt hat. Die Auswahl der Werke für dieses besondere Konzert aus ihrem frühen Repertoire soll vor allem auch für Kinder gut verständlich sein und die Begeisterung für das Klavier wecken.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer erwarten zahlreiche Sonatinen, Variationen von Mozart, Sonaten von Mozart und Beethoven, die Suite „Children´s Corner“ von Debussy, sowie Stücke von Daquin, Kabalewski und Mendelssohn. Dazu erzählt I-En Liu Anekdoten aus ihrer Kindheit, die mit dem Üben der jeweiligen Stücke zusammenhängen und wie sie selbst das Klavierspielen erlernt hat. Die Musikerin freut sich bereits jetzt auf das auch für sie außergewöhnliche Konzert: „Ich hoffe, durch das Erzählen meiner Lebensgeschichte wird es mir gelingen, ein paar Prinzipien des Klavierlernens zu vermitteln – und zwar nicht in belehrender, sondern in erzählerischer Art und Weise.“

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