Gemeinschaft, Kunst und Gespräche
Unter dem Motto „Knappheit als Genuss und Freiheit“ präsentiert die Winter Assembly im Hohenlockstedter M1 eine ungemein bunte und vielseitige Abschlussausstellung mit Arbeiten von Camilla Berner, Fernando Garcia-Dory (INLAND), Seraina Grupp, Studierenden der Malmö Art Academy, James Jack, Astrid S. Klein, Lene Markusen, Åsa Sonjasdotter, Riikka Tauriainen, Byungseo Yoo und Daniela Zambrano Almidón. Begleitet wird das Wochenende von einem vielfältigen Filmprogramm, mehreren gemeinsamen Mahlzeiten und zahlreichen offenen Gesprächsrunden mit den anwesenden Künstler:innen, die Raum für Austausch, Fragen und spontane Begegnungen schaffen.
Einblicke in den künstlerischen Prozess
„Was braucht eine Künstlerin/ ein Künstler zum Arbeiten?“ Dieser Frage gehen Mitte Februar drei Kreative nach, die aktuell in der Galerie 11 mit Arbeiten in der Ausstellung „99 Multiples“ vertreten sind: Hanne Nagel-Axelsen, Corinna Kraus-Naujeck und janKB. Jeder der drei Künstlerinnen und Künstler hat elf Tools beziehungsweise Gegenstände im Gepäck, die für sie als wichtige Teile zu ihrem kreativen Prozess dazugehören.
Die in Dänemark geborene Hanne Nagel-Axelsen ist bekannt für ihre phantasievollen Darstellungen von Tieren, die menschliche Emotionen widerspiegeln, und hat über sechs Jahrzehnte hinweg ein beeindruckendes Werk in Malerei, Grafik und Plastik geschaffen. Die Werke von Corinna Kraus-Naujeck zeichnen sich durch eine vielschichtige Technik aus, bei der sie transparente Papiere und Farbschichtungen verwendet, um atmosphärische Räumlichkeiten zu schaffen. janKB ist als Kommunikationsdesigner tätig. Seine künstlerischen Arbeiten umfassen Fotografie, Video und Multimedia, wobei er sich häufig mit Themen wie Isolation und innerem Rückzug auseinandersetzt.
Überall am Meer
„Meine Werke erzählen von der Kostbarkeit des Lebens. Von der Kraft der Natur, ihrer Fülle, sowie auch ihrer Verwundbarkeit.“ So beschreibt die Hamburger Künstlerin Susanne Wind ihre Kunst. Eines ihrer wichtigsten Themen: Das Meer. Es berührt die Küsten von 149 Ländern – und uns Norddeutsche im Besonderen. Susanne Wind wählt das Motiv immer wieder. Blickwinkel auf Dünen, Strandkörbe und Bohlenwege sind eindeutig, aber lassen uns dennoch Raum für eigene, persönliche Assoziationen.
Wo genau der Strand liegt, bleibt im Unklaren bzw. dem Betrachter überlassen. Es ist mal wärmer und mal kälter, das Licht strahlt intensiver und weniger intensiv, aber es ist das gleiche Wasser, der gleiche Sand, der über die Welt getragen wird und der alle Ufer dieser Welt miteinander verbindet. Dem Meer und den Dünen sieht man eine Staatsangehörigkeit nicht an. In einer fotografischen Aufnahme bereits angelegt, mit der Malerei – durch Pinselstrich und lichte, lasierte Farben – herausgearbeitet, vermitteln ihre Gemälde dann weit mehr als einen atmosphärischen Eindruck.
Die Veranstaltung wird Ihnen präsentiert von:

Landschaften und Meerbilder von Wenzel Hablik
„Niemals aber hat jemand das Meer so gemalt wie ich …“ Diese selbstbewussten Worte schrieb Wenzel Hablik im August 1908 auf Sylt in sein Tagebuch. Die Natur war stets eine große Inspirationsquelle für den Künstler; bereits als Kind prägten ihn die Erlebnisse in den Brüxer Bergen in Böhmen nachhaltig. Nach einer Wanderung durch die Alpen und der Besteigung des Mont Blanc im Jahr 1906 bezeichnete er die Bergwelt als Symbol der „gewaltigen Natur“. 1913 malte er das beeindruckende Felsmassiv des Zlatnik im Böhmischen Mittelgebirge.
Das Meer, das er erstmals bei einem Malstipendium auf Sylt erblickte, beeindruckte Hablik tief. Anschließend studierte er es an Orten wie Sylt, Föhr, Helgoland und in Dithmarschen und brachte die verschiedenen Stimmungen in seiner Kunst zum Ausdruck.
Visualisierte Sprache
In ihrer Ausstellung in Elmshorn beschäftigt sich die renommierte Lübecker Künstlerin Susanne Adler mit dem Spiel aus Farbwirkung und formaler Reduktion. Durch die Auseinandersetzung mit horizontalen und vertikalen Linien, Streifen und Flächen auf der Leinwand schafft Adler eine ganz eigene Atmosphäre. Ihre Werke sind das Ergebnis eines speziellen Prozesses, dem intuitiven Zusammenspiel aus Auftragen, Lasieren und Übermalen von Farbschichten.
Die angewandte Technik ist die Kaltnadel-Radierung, wobei das zeichnerische Element durch die geritzte Linie mit der samtigen Farbaufweichung am Grat erweitert wird. Dadurch entsteht im Druck schließlich eine besondere Wechselwirkung. Im Mittelpunkt steht dabei aber nicht nur die künstlerische Technik Susanne Adlers, sondern auch die Bedeutung hinter den abstrakten Formen. Adler verdichtet Gesehenes, Gedachtes und Empfundenes zu einer visuellen Sprache, die den Betrachter dazu einlädt, seine eigenen Interpretationen zu finden.
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