Backstage

Simone Distler

Streifzüge des Denkens und Empfindens

Die in Sachsen-Anhalt lebende Simone Distler nutzt für ihre Malerei eine Mischtechnik auf Leinwand und Papier. Ihre Bilder sind Streifzüge des Denkens und Empfindens. Obgleich sie keine Abbilder von Landschaften malt, entstehen Assoziationen zur Natur. Strukturen, die malerische Geste und das Arbeiten mit überlagerten Farbschleiern stehen einander gegenüber oder greifen ineinander. Transparenz und Leichtigkeit wechseln mit Verdichtung und Schwere und alles scheint in Bewegung. Es gelingt ihr, Resonanzräume von geistig-seelischer Qualität zu schaffen, die eine überraschende Zwiesprache im Betrachter ermöglichen.

Öffnungszeiten:
Mi–Fr 10–12 & 16–18 Uhr,
Sa & So 11–13 Uhr.

Modularküche

Kulinarisch-künstlerische Übersetzungen zwischen Portugal und Norddeutschland

Die Modularküche ist ein kollaboratives Forschungsprojekt von Paula König, Liliana Escalhão und Johann König, das künstlerische und kulinarische Praktiken verbindet. Entstanden 2022 während einer Artist Residency in Portugal, verbindet das Projekt regionale Nahrungsmittel und saisonale Rezepte aus Zentralportugal und Norddeutschland als Träger lokaler Geschichten und klimatischer Bedingungen. Die Ausstellung in der Arthur Boskamp-Stiftung zeigt im 1. Stock künstlerische Illustrationen, Abbildungen und Installationen. Begleitend erscheint eine zweisprachige Publikation (Deutsch/Portugiesisch) – ein eigenständiges Format zwischen Rezeptbuch, Kalender und visueller Erzählung durch alle vier Jahreszeiten. Modularküche fragt, wie eine einfache, gemüsegartennahe Küche zum Ausgangspunkt für ästhetische und soziale Praxis werden kann – und zeigt, wie lokale Wissensproduktion, Kunst und Alltagskultur ineinandergreifen.

Paula König (*1993, Kiel) ist Künstlerin zwischen Lissabon und Ostholstein, bekannt für ortsbezogene Praxis zu Extraktivismus und Ökologie. Liliana Escalhão (*1983, Castelo Branco) ist Köchin in Lissabon mit Fokus auf pflanzenbasierter, gemeinschaftsorientierter Küche. Johann König (*1999, Eutin) studierte Kommunikationsdesign und arbeitet zu sozialen und ökologischen Themen.

Das Projekt ist Teil der Förderpreisträger:innen-Ausstellungen 2025/26 der Arthur Boskamp-Stiftung.

Reguläre Öffnungszeiten während der Laufzeit:
Samstag und Sonntag, 14:00–18:00 Uhr

Öffentliche Führungen:
Sonntag, 23. Mai 2026, 14:00 Uhr
Samstag, 6. Juni 2026, 15:00 Uhr
Individuelle Führungen sind nach Vereinbarung gerne möglich: Ronald Kolb rk@arthurboskamp-stiftung.de

Abschlussveranstaltung mit Führung und Vorstellungen der Förderpreis-Kataloge:
4. Juli 2026, 15:00 Uhr, zusammen mit dem M.1-Sommerfest

Katharina Duwe: „Zerbrechliche Welt“

Wenn die Stadt zur Metapher wird

Der Kunstverein Elmshorn präsentiert vom 24. April bis 5. Juni 2026 die Ausstellung „Zerbrechliche Welt“ der Hamburger Künstlerin Katharina Duwe. In großformatigen Gemälden entwirft sie fiktive Stadtlandschaften – ein kaleidoskopartiges Spannungsfeld zwischen urbaner Architektur und wuchernder Natur. Ihre Serien „Urbanität“, „Stadtmenschen“ und „Lichtreflexe“ kreisen eindringlich um die Frage, wie wir als Menschen in einer sich rasant verändernden Welt leben.

Duwe zählt zu den prägenden Stimmen der zeitgenössischen Malerei in Hamburg. Als Tochter von Harald und Heilwig Duwe entstammt sie einer bedeutenden Künstlerfamilie und hat eine unverwechselbare Handschrift entwickelt, die weit über die Region hinaus Beachtung findet. Internationale Arbeitsaufenthalte von New York bis Marrakesch, zahlreiche Auszeichnungen und die Präsenz ihrer Werke in renommierten Sammlungen unterstreichen ihre künstlerische Bedeutung.

Die Eröffnung findet am Freitag, 24. April, um 18 Uhr statt – mit einem Künstlergespräch statt klassischer Einführung.
Am 28. Mai lädt ein Workshop für Jugendliche (10–16 Jahre, 10 €) zur kreativen Auseinandersetzung ein. Anmeldung bis 21. Mai: info@kunstverein-elmshorn.de

Öffnungszeiten:
Mi–Fr 10–12 & 16–18 Uhr,
Sa & So 11–13 Uhr.

Nadine Dietrich

„Schwarze Kunst – Helle Freude“

Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind reduzierte Schwarz-Weiß-Fotografien, die Nadine Dietrich in einem aufwendigen Verfahren auf Kupferplatten überträgt und als Radierungen in limitierter Auflage umsetzt. Im Übergang vom Foto zur Druckgrafik entsteht eine neue Bildqualität: Momentaufnahmen verwandeln sich in verdichtete, atmosphärische Kompositionen.

Ihre klare, minimalistische Bildsprache ist von norddeutscher Weite geprägt. Motive wie Vögel, Wasser, Himmel oder Stege erscheinen als ruhige Bildräume zwischen Leichtigkeit und Vergänglichkeit. Die traditionelle Tiefdrucktechnik verbindet dabei handwerkliche Präzision mit zeitgenössischer Bildauffassung.

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag: 10–12 Uhr und 16–18 Uhr
Samstag & Sonntag: 11–13 Uhr

Die Ausstellung wird am Sonntag, 15. März 2026, um 11 Uhr eröffnet, mit einer Einführung und einem Gespräch mit der Künstlerin.

Rolf Rose

Querschnitt – Malerei und Skulptur

Das Palais für aktuelle Kunst zeigt Werke aus sechs Jahrzehnten des in Krempe lebenden Künstlers Rolf Rose. Der 1933 in Halberstadt geborene Künstler fand erst mit 30 Jahren zu seiner künstlerischen Bestimmung – und verfolgt diesen Weg seitdem mit beeindruckender Konsequenz. Roses Arbeiten sind ungegenständlich: Statt Motive abzubilden, rücken Farbe, Materialität und Struktur in den Mittelpunkt. Der Entstehungsprozess ist dabei ein körperlicher Akt des Ordnens: Mit Rakeln und Spachteln bearbeitet er pastos aufgetragene Farbschichten auf Leinwand, Holz oder Papier. So entstehen vielschichtige Farbkörper, die grundlegende Fragen der Malerei – etwa nach Licht, Raumwirkung und Dichte – erforschen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass Rose sein Werk als zusammenhängenden Entwicklungsprozess versteht. Jedes Bild, jede Plastik baut auf dem Vorherigen auf und führt den Gedanken weiter. Es entsteht eine fortlaufende künstlerische Bewegung, in der sich die einzelnen Arbeiten gegenseitig ergänzen und tragen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, im Palais für aktuelle Kunst e. V. in diese konzentrierten Bildwelten einzutauchen und das Zusammenspiel von Struktur, Material und Licht unmittelbar zu erleben.

Die Vernissage der Ausstellung findet am Sonntag, den 31.05.26 um 14:30 statt. Die Vernissage der Ausstellung am Sonntag, den 31.05.26 um 14:30. Begleitend findet am 18.06.26 um 19:00 Uhr eine „Kunst.Sprech.Stunde“ statt, bei der zwei der ausgestellten Werke betrachtet werden. Am Freitag, den 03.07.26 ist Rolf Rose um 19:00 Uhr im Rahmen eines Künstlergesprächs im Palais für angewandte Kunst zu Gast. Die Finissage ist am Sonntag, den 19.07.26 um 16:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Freitag bis Sonntag, 13 bis 17 Uhr

Peter F. Piening & Volker Tiemann

„ohne hin und über dies“

Zum ersten Mal präsentieren die Bildhauer Volker Tiemann und Peter F. Piening ihre Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung. Beide Künstler haben eine unverwechselbare Formensprache entwickelt, die ihre Werke auf den ersten Blick erkennbar macht.

Ihr zentrales Material ist Holz. Mit großer gestalterischer Freiheit loten sie dessen Möglichkeiten aus – sie formen, verfremden und kombinieren es so, dass immer neue inhaltliche und formale Zusammenhänge entstehen. Dabei verbinden sie handwerkliche Präzision mit gedanklicher Tiefe.

Die oft hintersinnig-humorvollen Arbeiten laden dazu ein, über uns selbst und unsere Umwelt nachzudenken – und dabei auch zu schmunzeln. Die Ausstellung reicht von kleinformatigen Wandarbeiten über Skulpturen auf Sockeln bis hin zu einem begehbaren Großobjekt mit vielschichtiger Innenwelt und verspricht eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise.

Am Donnerstag, den 07.05.26 um 19:00 Uhr findet im Rahmen der Ausstellung „ohnehin und überdies“ mit Objekten von Peter F. Piening und Volker Tiemann eine „Kunst.Sprech.Stunde“ statt. Dabei werden zwei der ausgestellten Werke betrachtet.

Öffnungszeiten: 
Freitag bis Sonntag, 13 – 17 Uhr

Irene Heller-Janton & Isabel Lange

AugenBlicke

Mit Irene Heller-Janton und Isabel Lange stellt die Galerie 11 zwei Künstlerinnen vor, die seit Jahrzehnten in der Kreativszene des Landes mitmischen. Beide sind mit einer handwerklichen Ausbildung gestartet und haben inzwischen ihren eignen, unverkennbaren künstlerischen Ausdruck gefunden.

Irene Heller-Janton studierte Gestaltung in Hamburg bei Gisela Bührmann und ist seit 50 Jahren als diplomierte Textildesignerin tätig. Vor über 30 Jahren rückte in ihrem Atelier die freie Malerei in ihren Mittelpunkt. Ihre Bilder sind farblich reich und durchdacht komponiert – mal mit erkennbaren Motiven wie Figuren, gerne Gesichtern und Ausschnitten oder Blumen, ganzen Gärten oder Landschaften – mal von der Wirklichkeit entrückt und sphärisch klingend oder von mystischen Strukturen durchsetzt.

Isabel Lange hat in Schleswig-Holstein eine große Werkstatt für Metall und arbeitet am liebsten mit Eisen. Dabei entstehen klassische Formen von Vögeln oder Figurinen. Wiedererkennbar sind ihre Stelen: Frauendarstellungen, bei denen das Kleid, das große Tuch oder auch die Haare zusammengesetzt sind aus einzelnen verschweißten Mosaikteilen, die dann mit den vielen Zwischenräumen wie ein Scherenschnitt in Schwarz-Weiß erscheinen. Einige solcher Damen im Wind stehen an öffentlichen Plätzen.

Der Titel der Ausstellung „AugenBlicke“ bezieht sich dabei auf die Spontaneität, sich für ein Motiv zu entscheiden, sowie auf die Vergänglichkeit schöner Augenblicke.  Bei der Ausstellungseröffnung am Sonnabend, 21. März, um 17 Uhr, wird die Galeristin Bettina Winkler-Marxen wird die Künstlerinnen in einem Interview vorstellen.

Öffnungszeiten: Do 11-14 Uhr, Fr 15-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Oskar Kokoschka – Menschen und Länder

Doppelausstellung in Itzehoe und Glückstadt

Er gilt gemeinsam mit Gustav Klimt und Egon Schiele als einer der wichtigsten Vertreter der Wiener Moderne, seine emotional aufgeladenen Portraits haben den Expressionismus nachhaltig mitgeprägt. Oskar Kokoschka ging es in seinen Werken nicht um äußerliche Schönheit oder Harmie, er wollte die inneren Zuständen der Menschen auf radikale Weise darstellen. Das Kreismuseum Prinzeßhof in Itzehoe und das Detlefsen-Museum in Glückstadt widmen dem Künstler eine Doppelausstellung. Das Kreismuseum Prinzeßhof konzentriert sich dabei auf Kokoschkas Porträts von Menschen aus seinem persönlichen und künstlerischen Umfeld. Das Detlefsen-Museum zeigt parallel Arbeiten, die auf Kokoschkas zahlreichen Reisen entstanden sind. Seine Landschaftsdarstellungen sind Ausdruck einer tiefen Naturerfahrung und verbinden äußere Eindrücke mit inneren Empfindungen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
12:00 bis 17:00 Uhr
Montags geschlossen

Oskar Kokoschka – Menschen und Länder

Doppelausstellung in Itzehoe und Glückstadt

Er gilt gemeinsam mit Gustav Klimt und Egon Schiele als einer der wichtigsten Vertreter der Wiener Moderne, seine emotional aufgeladenen Portraits haben den Expressionismus nachhaltig mitgeprägt. Oskar Kokoschka ging es in seinen Werken nicht um äußerliche Schönheit oder Harmie, er wollte die inneren Zuständen der Menschen auf radikale Weise darstellen. Das Kreismuseum Prinzeßhof in Itzehoe und das Detlefsen-Museum in Glückstadt widmen dem Künstler eine Doppelausstellung. Das Kreismuseum Prinzeßhof konzentriert sich dabei auf Kokoschkas Porträts von Menschen aus seinem persönlichen und künstlerischen Umfeld. Das Detlefsen-Museum zeigt parallel Arbeiten, die auf Kokoschkas zahlreichen Reisen entstanden sind. Seine Landschaftsdarstellungen sind Ausdruck einer tiefen Naturerfahrung und verbinden äußere Eindrücke mit inneren Empfindungen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
12:00 bis 17:00 Uhr
Montags geschlossen

Dorn im Auge

Gruppenausstellung mit Künstler*Innen des Hauses

Der „Dorn im Auge“ steht für das, was stört, was unangenehm ist, was sich kaum ignorieren lässt. Ein Dorn im Auge fordert uns heraus, zwingt uns zur Reaktion. Insbesondere in der Kunst ist der Dorn ein Symbol für Irritation, drängt uns dazu, genauer hinzusehen. Wir sind aufgefordert, die bequeme Position zu verlassen und einen Moment innezuhalten, um das Unbehagen, das Störende zu betrachten. Kunst hat in ihrer Geschichte immer wieder die Rolle des unbequemen Spiegels übernommen. Sie irritiert, provoziert, stellt Fragen und fordert zur Auseinandersetzung heraus. Die Kunst lehrt uns, mit dem Unangenehmen umzugehen, es zu reflektieren, es als Antrieb zur Entwicklung zu begreifen. Der Dorn im Auge ist damit auch ein Hoffnungssymbol – ein Zeichen dafür, dass Störung nicht Stillstand, sondern Bewegung bedeutet. 22 Künstlerinnen und Künstler waren aufgefordert, sich dem Thema zu stellen. Ihre Arbeiten zeigen das Kultur- und Bürgerhaus in dieser Ausstellung.

Die Künstler*Innen sind:  Petra Bergerhoff, Anne Bock, Ansgar Brodersen, Ursula Dietze, Felix Eckardt, Tom Gefken, Marit Gromus, Johannes Hartmann, Stefan Hillgruber, Barbara Kirsch, Dieter Koswig, Irmgard Kullmann, Paolo Moretto, Ralf-Rainer Odenwald, Tomasz Paczewski, Jens Rausch, Torsten Richter, Ele Runge, Carola Schapals, Manfred Schlüter, Nicolas Wagner und Edwin Zaft.

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