Backstage

Michael Rettig: Time / Silence

Reduktion als Ausdruck

Gemeinsam mit dem Cellisten Clovis Michon präsentiert der Pianist Michael Rettig ein intensives Programm, mit Werken verschiedener Komponisten, die auf ihre jeweils ganz eigene Weise die Wirkung von Reduktion, Wiederholung und zeitlicher Dehnung erforschen. So wie die Stücke von Eric Satie: Der Franzose betrachtet die Welt aus einer fast schon kindlichen Perspektive: klar, schlicht und frei von dramatischen Elementen. Dem gegenüber stehen Arvo Pärts Glockenstil und Philip Glass‘ repetitive Musik mit ihrer fast hypnotischen und pulsierenden Wirkung. In Olivier Messiaens langsamen Sätzen aus seinem berühmten Werk „Quatuor pour la fin du temps“, komponiert während seiner deutschen Kriegsgefangenschaft, scheint die Zeit schließlich ganz aufgehoben und losgelöst von der Realität dieser Welt. Ein Konzertabend, bei dem die Musik mit Sicherheit nicht konsumiert, sondern erlebt wird.

Laura Konjetzky

Drehen, wirbeln, kreisen, springen…

Als preisgekrönte Konzertpianistin und Komponistin hat sich Laura Konjetzky durch ihr expressives Klavierspiel und ihre differenzierte Klangästhetik einen Namen gemacht und gibt seit vielen Jahren Solokonzerte im In- und Ausland. In Marne präsentiert sie eine Palette unterschiedlicher Tänze der Klaviermusik aus drei Jahrhunderten.

Den Anfang machen Frédéric Chopins „Polonaise Opus 26 Nr. 1“ und seine beiden Walzer Opus 64 Nr. 1 & 2, darunter der berühmte „Minutenwalzer“. Philip Glass‘ „Modern Love Waltz“ bringt minimalistische Klänge ins Programm, während ein neues Werk von Laura Konjetzky selbst spannende, moderne Akzente setzt. Mit Moisés Moleiro Sánchez‘ „Joropo“ und Astor Piazzollas Tango-Stücken werden lateinamerikanische Rhythmen präsentiert. Erik Saties „Gymnopédies Nr. 1 & 3“ schaffen eine ruhige, meditative Stimmung, bevor der Abend mit Erwin Schulhoffs Jazz-Études einen dynamischen Abschluss findet.

Die Veranstaltung wird Ihnen präsentiert von:

Wölflein

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