Backstage

SHMF: Torleif Thedéen & Marianna Shirinyan

An die Musik

„Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden / Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt / Hast du mein Herz zu warmer Lieb’ entzunden / Hast mich in eine bessre Welt entrückt“ – so heißt es in Franz Schuberts Lied „An die Musik“. Der preisgekrönte schwedische Cellist Torleif Thedéen und die international gefragte armenisch-dänische Pianistin Marianna Shirinyan haben eine besonders innige Beziehung zu diesem kleinen Kunstlied-Juwel und seinen Titel zum Motto ihres Konzertabends beim Schleswig-Holstein Musikfestival gewählt.

Neben einer instrumentalen Fassung von „An die Musik“ erklingen Werke aus ganz unterschiedlichen Epochen, die eines gemeinsam haben: Die Musik wird für die Komponisten zum Raum für Rückzug und Geborgenheit, aber auch für emotionalen Ausdruck und individuelle Entfaltung. Und genauso geht es denjenigen, die das fertige Werk hören – Klänge als Trost, ästhetisches Ideal und Freudenquelle. Die früh entstandenen Cellosonaten von Richard Strauss und Samuel Barber (beide op. 6) präsentieren sich etwa als Schauplatz, wo jugendliche Gefühle in Kunst gegossen werden und hoffnungsvoll „in eine bessre Welt entrücken“. Ein Abend, der die Kostbarkeit von Musik preist!

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SH Landestheater: „TRAUM!“

Eine musikalische Fantasie

Das Musiktheaterensemble des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters lädt zum Träumen ein! Und zwar in alle Richtungen – mal von Liebe und Leidenschaft, mal von Hass und Rache, mal von Macht und Erfolg. Musikalisch ist die Auswahl dazu riesig, entsprechend vielfältig ist auch das „Traum“-Programm. Wobei der Fokus doch vor allem auf der Liebe liegt, wie in die schwärmerische Verliebtheit, die Tschaikowski in „Ach Tanja, Tanja …“ aus „Eugen Onegin“ in Noten fasst oder Giuseppe Verdis berührende Arie „Caro nome“ aus „Rigoletto“. Dem gegenüber steht die Rossinis Triumpharie „Non più mesta” aus “La Cenerentola“ oder Franz Schuberts Vertonung von Goethes „Erlkönig“ – große Dramatik mit feinem Gruselfaktor!

Programm:
Jacques Offenbach (1819–1880): LES CONTES D’HOFFMANN – „Belle nuit, ô nuit d’amour“ (Barcarole)
Franz Schubert (1797–1828): WINTERREISE – „Frühlingstraum“
Henry Purcell (1659–1695):  KING ARTHUR – „What Pow’r Art Thou“ (Cold Song)
Jacques Offenbach (1819–1880); LES CONTES D’HOFFMANN – „Les oiseaux dans la charmille“ (Puppen-Arie)
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893): EUGEN ONEGIN – „Ach Tanja, Tanja … Ja ne sposobna k grusti tomnoi“ & „Ljubwi wsje wosrasty pokorny“
Carl Maria von Weber (1786–1826): DER FREISCHÜTZ – „Nein, länger trag ich nicht die Qualen … Durch die Wälder, durch die Auen“
Richard Strauss (1864–1949) DER ROSENKAVALIER – „Mir ist die Ehre widerfahren“
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): COSÌ FAN TUTTE – „Soave sia il vento“
Franz Schubert (1797–1828):  „Erlkönig“
Giuseppe Verdi (1813–1901): RIGOLETTO – „Gualtier Maldè … Caro nome“
Richard Wagner (1813–1883): WESENDONCK-LIEDER – „Träume“
Gioachino Rossini (1792–1868): LA CENERENTOLA – „Nacqui all’affanno … Non più mesta“
Paul Abraham (1892–1960): VIKTORIA UND IHR HUSAR – „Mausi, süß warst du heut’ Nacht“

Leitung & Klavier: Borys Sitarski
Moderation: Hendrik Müller
Mit: Anna Avdalyan, Anna Stepanets; Timo Hannig, Christian Alexander Müller

Hamburger Orchester ’91 – Sinfoniekonzert

Ein Abend für Orchester und Horn

Die große Romantik hält Einzug in St. Laurentii: Die Ouvertüre aus „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber eröffnet das Konzert mit so einiger Dramatik und eindrucksvollen Klangfarben. Es folgt das Hornkonzert Nr. 1 von Richard Strauss, ein zugleich virtuoses wie klangschönes Werk, interpretiert von Jan Polle als Solisten. Den Abschluss bildet die Sinfonie Nr. 9 von Anton Bruckner – ein grandioses Spätwerk mit jeder Menge Tiefe und Ausdruckskraft. Die musikalische Leitung hat Korbinian Krol.

Das Hamburger Orchester ’91 ist ein engagiertes sinfonisches Ensemble, das mit großer Leidenschaft anspruchsvolle Orchesterwerke erarbeitet. Die Musikerinnen und Musiker widmen sich mit hörbarer Spielfreude sowohl bekannten Meisterwerken als auch seltener gespieltem Repertoire und gestalten regelmäßig abwechslungsreiche Konzertprogramme. Dabei verbindet das Orchester musikalischen Anspruch mit lebendiger Konzertatmosphäre.

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