Backstage

Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester

Ungewohnte Klänge

Von Samuel Coleridge-Tayer bis Franz Schubert – das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester hat diesmal ein Programm im Gepäck, das sich weit abseits ausgetretener Klassik-Pfade bewegt: Der in London geborene Samuel Coleridge-Taylor suchte als Komponist nach einer Verbindung von europäischer Sinfonik und afrikanischen Volksweisen, um einen neuen Stil in der westlichen Kunstmusik zu schaffen. Sein Durchbruch gelang mit der „Ballade für Orchester a-Moll op. 33“. Haji Khanmammadov aus Aserbaidschan schrieb als Erster ein Konzert für die Langhalslaute Tar, ein traditionelles aserbaidschanisches Saiteninstrument, und verband darin Volksmusik mit klassischer Tradition. Seit 2012 zählt die Tar-Kultur zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. Jennifer Higdons „SkyLine“ ist eine musikalische Hommage an Atlanta und fängt die charakteristischen Profile der Stadtarchitektur ein. Unvollendete Werke prägen schließlich Franz Schuberts Œuvre, besonders seine „7. Sinfonie h-Moll D759“ von 1822, mit der er Beethovens Einfluss überwinden wollte. Obwohl nie vollendet, wurde sie posthum ein großer Erfolg.

Letzte Beiträge und monatliches Archiv