Backstage

SHMF: Torleif Thedéen & Marianna Shirinyan

An die Musik

„Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden / Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt / Hast du mein Herz zu warmer Lieb’ entzunden / Hast mich in eine bessre Welt entrückt“ – so heißt es in Franz Schuberts Lied „An die Musik“. Der preisgekrönte schwedische Cellist Torleif Thedéen und die international gefragte armenisch-dänische Pianistin Marianna Shirinyan haben eine besonders innige Beziehung zu diesem kleinen Kunstlied-Juwel und seinen Titel zum Motto ihres Konzertabends beim Schleswig-Holstein Musikfestival gewählt.

Neben einer instrumentalen Fassung von „An die Musik“ erklingen Werke aus ganz unterschiedlichen Epochen, die eines gemeinsam haben: Die Musik wird für die Komponisten zum Raum für Rückzug und Geborgenheit, aber auch für emotionalen Ausdruck und individuelle Entfaltung. Und genauso geht es denjenigen, die das fertige Werk hören – Klänge als Trost, ästhetisches Ideal und Freudenquelle. Die früh entstandenen Cellosonaten von Richard Strauss und Samuel Barber (beide op. 6) präsentieren sich etwa als Schauplatz, wo jugendliche Gefühle in Kunst gegossen werden und hoffnungsvoll „in eine bessre Welt entrücken“. Ein Abend, der die Kostbarkeit von Musik preist!

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Konzert des SHMF: Daniel Hope

Im Rahmen des SHMF mit seinem Programm „Dance!“

Daniel Hope ist dem Schleswig-Holstein Musikfestival seit dessen Kindertagen eng verbunden: Bereits als 13-Jähriger nahm er 1987 an einem der ersten Meisterkurse des Festivals teil und war seitdem unzählige Male im Norden zu Gast. Mit zwei befügelnden, tänzerisch-eleganten Konzerten gratuliert der Geigenvirtuose im Sommer nun zum 40. Festivalgeburtstag: Unter dem Motto „Dance!“ hat Daniel Hope gemeinsam mit seinem Zürcher Kammerorchester ein Programm zusammengestellt, das einer leidenschaftlichen und pulsierenden Reise quer durch die Geschichte der westlichen klassischen Musik vom Mittelalter bis in die Jetztzeit gleicht. Ob ein berührendes Lamento aus dem 14. Jahrhundert, Tänze von Händel, Gluck, Offenbach und Tschaikowsky oder ein leidenschaftlicher Tango von Piazzolla – aus der Verbindung zwischen Klang und Bewegung entspringt ein ganz besonderer Zauber, der auch Daniel Hope schon lange fasziniert: »Das Schöne am Tanz ist: Ganz gleich. wer man ist und woher man stammt, wenn man in einem Raum zusammenkommt, spüren mit großer Wahrscheinlichkeit alle im selben Moment den Rhythmus und kommen in Bewegung. Happy Birthday SHMF!«

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