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80 Jahre Künstlerbund Steinburg

Im Dialog mit Kunstwerken des Kreismuseums Prinzeßhof

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Künstlerbundes Steinburg widmet das Kreismuseum Prinzeßhof dem Jubiläum eine besondere Ausstellung, die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet. Unter dem Titel „80 Jahre Künstlerbund Steinburg – Im Dialog mit Kunstwerken des Kreismuseums Prinzeßhof“ treten zeitgenössische Werke aktueller Mitglieder des Künstlerbundes in einen spannenden Dialog mit historischen Kunstwerken aus der Museumssammlung.

Im Zentrum der Ausstellung steht der Austausch über Generationen hinweg: Wie antworten heutige Künstlerinnen und Künstler auf die Werke früherer Kolleginnen und Kollegen? Welche Themen und Ausdrucksformen bleiben, welche wandeln sich? So entsteht ein lebendiges Bild regionaler Kunstentwicklung vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute – geprägt durch individuelle Handschriften, gesellschaftliche Veränderungen und den fortwährenden künstlerischen Diskurs.

Der Künstlerbund Steinburg wurde 1945 in Itzehoe gegründet und ist heute die älteste aktive Künstlervereinigung Schleswig-Holsteins. Über Jahrzehnte hinweg war und ist er eine tragende Säule des kulturellen Lebens im Kreis Steinburg und darüber hinaus. Das Kreismuseum Prinzeßhof besitzt zahlreiche Werke regionaler Kunstschaffender darunter viele ehemalige Mitglieder – wie Friedel Anderson, Ingeborg Blankenstein, Karl-Heinz Kock, Hanns Radau und Otto Warnke – die in der Ausstellung mit aktuellen Positionen in Beziehung gesetzt werden.

Ergänzend zur Ausstellung im Kreismuseum werden in der Hablik Lounge in der Feldschmiede 52 im Format „4 x 2 Wochen Künstlerbund im Dialog“ im vierzehntägigen Wechsel weitere Werke der Künstlerbund Mitglieder gezeigt.

Am 25.Oktober, 8. Und 22 November finden gemeinsame Führungen an beiden Ausstellungsorten statt.

Von Elbe, Stör und Bosporus.

Landschaften und Meerbilder von Wenzel Hablik

„Niemals aber hat jemand das Meer so gemalt wie ich …“ Diese selbstbewussten Worte schrieb Wenzel Hablik im August 1908 auf Sylt in sein Tagebuch. Die Natur war stets eine große Inspirationsquelle für den Künstler; bereits als Kind prägten ihn die Erlebnisse in den Brüxer Bergen in Böhmen nachhaltig. Nach einer Wanderung durch die Alpen und der Besteigung des Mont Blanc im Jahr 1906 bezeichnete er die Bergwelt als Symbol der „gewaltigen Natur“. 1913 malte er das beeindruckende Felsmassiv des Zlatnik im Böhmischen Mittelgebirge.

Das Meer, das er erstmals bei einem Malstipendium auf Sylt erblickte, beeindruckte Hablik tief. Anschließend studierte er es an Orten wie Sylt, Föhr, Helgoland und in Dithmarschen und brachte die verschiedenen Stimmungen in seiner Kunst zum Ausdruck.

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