Backstage

Philharmonie des Theater für Niedersachsen

Mozart trifft Schostakowitsch

Eigentlich könnte man meinen, dass Wolfgang Amadeus Mozart und Dmitrij Schostakowitsch nicht besonders viel gemeinsam haben – doch das gilt nur auf den ersten Blick. Beide Komponisten hatten ihre Schwierigkeiten mit den jeweiligen Autoritäten, und beide verarbeiteten diese Konflikte in ihrer Musik. Während Mozart dies häufig mit einer Prise Humor tat, spürt man in Schostakowitschs Werken oftmals die ständige Angst um Leib und Leben, die ihn in der Stalin-Ära begleitete. Exemplarisch steht dafür die „Kammersinfonie c-Moll op. 110a“, in der er die Opfer aller Regime und Gewalttaten beklagt. Demgegenüber steht Mozarts formal ausgewogene und kontrapunktisch fein gearbeitete Sinfonie Nr. 29 A-Dur.

Programm: 
Wolfgang Amadeus Mozart – Sinfonie Nr. 34 C-Dur KV 338
Dmitrij Schostakowitsch – Kammersinfonie c-Moll op. 110 a nach dem Streichquartett Nr. 8
Wolfgang Amadeus Mozart – Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Dmitrij Schostakowitsch – Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur op. 102

Junge Talente im Konzert

Von Bach bis Ysaÿe

Ein Abend ganz im Zeichen junger Talente aus Schleswig-Holstein und Hamburg: Schülerinnen und Schüler der Albert Schweitzer Musikakademie und ihre Gäste präsentieren solistisch, im Duo und als Quartett ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der Violin- und Kammermusikliteratur. Die jungen Nachwuchsmusiker im Alter zwischen 11 und 19 Jahren sind bereits Preisträger vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe und einige von ihnen streben eine berufliche Karriere als Musiker an. Begleitet werden die jungen Künstler am Klavier von Anette Kröger. Ein Konzert voller Spielfreude und musikalischer Vielfalt mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonín Dvořák und Eugène Ysaÿe.  Mit dem Benefizkonzert sollen die jungen Musiker in der Akademie gefördert werden.

Johannes Friedemann

Valses nobles et sentimentales am Piano

Johannes Friedemann wurde international bekannt, als er beim 50-jährigen Jubiläum der Berliner Philharmonie Beethovens fünftes Klavierkonzert interpretierte. Im Alter von sechzehn Jahren begann er sein Klavierstudium in Düsseldorf, danach studierte er an der Zürcher Hochschule der Künste und schloss sein Diplom mit Auszeichnung ab. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er bei Vladimir Ashkenazy. Johannes Friedemann trat unter anderem bei der Biennale in Venedig, am Gewandhaus Leipzig und in der Tonhalle Düsseldorf auf. 2023 spielte er die Welturaufführung eines Klavierkonzertes anlässlich der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Dubai. Beim internationalen Klavierwettbewerb Città di Cesenatico, sowie bei vielen anderen Wettbewerben gewann er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klaviersonate A-Dur KV 331
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Klaviersonate cis-Moll Pathétique
Enrique Granados (1867-1917): Allegro de Concierto Op. 46
Maurice Ravel (1867-1917): Valses nobles et sentimentales
Franz Liszt (1811-1886): La Campanella

Konzert für Oboe und Klavier

Musikalischer Herbstzauber

Die St. Laurentii-Kirche lädt zu einem besonderen Kammerkonzert für Oboe und Klavier ein. Die Musikerinnen Claudia Zülsdorf (Oboe) und I-En Liu (Klavier) präsentieren ein vielseitiges Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Camille Saint-Saëns. Das verspricht ausdrucksstarke Klangfarben und virtuoses Zusammenspiel in der stimmungsvollen Atmosphäre der Kirche. Ein musikalischer Herbstnachmittag, der Klassikliebhaber:innen und Neugierige gleichermaßen begeistern wird.

Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Meisterwerke im Dialog

Mozarts „Haffner“-Sinfonie, Mendelssohns Klavierkonzert Nr. 1 und Beethovens 7. Sinfonie – das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Paul Godwin mit dem Pianisten Martin Stadtfeld stellt hier drei Werke von stilprägender Bedeutung gegenüber. Alle drei Werke zeigen auf unterschiedliche Weise die Ausdruckskraft ihrer Zeit: Mozart steht mit seiner festlich-virtuosen Sinfonie für die Spätklassik in Hochform, Mendelssohn vereint im romantischen Klavierkonzert Brillanz mit lyrischem Ausdruck, während Beethoven mit rhythmischer Wucht und Kühnheit neue Wege beschreitet. Die Werke leben von ihrer rhythmischen Kraft und emotionalen Tiefe – und spiegeln so eindrucksvoll den Übergang von Klassik zur Romantik.

Elin Johanna Böge – Recital

Junges Talent, große Bühne

Der Kulturhof freut sich, die 11-jährige Ausnahmegeigerin Elin Johanna Böge aus Heikendorf zu einem besonderen Konzert begrüßen zu dürfen. Die talentierte Nachwuchskünstlerin ist Stipendiatin der Albert-Schweitzer-Musikakademie und bereits Gewinnerin zahlreicher erster Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben – unter anderem in Hamburg und Kiel. Mit ihrem Trio, bestehend aus Violine, Querflöte und Klavier, gastierte sie bereits in der Laeiszhalle Hamburg.

Elin Johanna Böge präsentiert im großen Saal ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der Violinliteratur vom Barock bis zur Romantik – unter anderem von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Am Klavier wird sie begleitet von Anette Kröger.

Die Besucher dürfen sich auf ein Konzert voller musikalischer Ausdruckskraft, Virtuosität und jugendlichem Elan freuen!

Konzert des SHMF: L’Orfeo Bläserensemble

Alla Turca

Die sogenannte „Janitscharenmusik“, ursprünglich die Militärmusik der Osmanen, war in den Jahrzehnten um 1800 im westlichen Europa ungemein beliebt und wurde von Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Ludwig van Beethoven vielfach eingesetzt, um mit exotisch-östlichem Kolorit zu spielen. Wie in der originalen türkischen Militärmusik verwendeten sie dafür typischerweise Instrumente wie Basstrommel, Triangel und Zimbeln, außerdem sollten hohe Flöten und Klarinetten den Klang der Zurna – einer Art osmanischen Schalmei – imitieren. Das L’Orfeo Bläserensemble, das sich aus Mitgliedern des preisgekrönten L’Orfeo Barockorchesters zusammensetzt, nutzt den Umstand, dass viele der entsprechenden Werke – wie etwa Auszüge aus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ – oftmals bereits kurz nach der Entstehung als sogenannte „Harmoniemusik“ arrangiert wurden. Orchesterstücke waren damit für reine Bläserbesetzungen spielbar und konnten auch bei Freiluftkonzerten oder Tafelmusiken aufgeführt werden. Und heute ebenso in Schleswig-Holsteinischen Kirchen – „Welche Wonne, welche Lust“, wie es so schön in Mozarts „Entführung“ heißt.

Orchesterkonzert

Leidenschaft und Festlichkeit

Unter der Leitung von Dörthe Landmesser gibt das Orchester St. Laurentii wieder ein fröhliches Sommerkonzert mit Musik der Wiener Klassik. Im Mittelpunkt stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart: Seine Sinfonie Nr. 40 in g-Moll gehört zu seinen wenigen Werken in einer Moll-Tonart und zeichnet sich durch ihre drängende, fast unruhige Melodik aus. Sie wurde 1788 komponiert und spiegelt mit ihrem leidenschaftlichen Ausdruck und der klaren motivischen Arbeit Mozarts reife Sinfonik wider. Im Gegensatz dazu steht seine „Jupiter“-Sinfonie, die durch ihre strahlende, festliche Atmosphäre geprägt ist. Besonders das Finale beeindruckt mit seiner kunstvollen Mehrstimmigkeit, in der Mozart mehrere Themen gleichzeitig verarbeitet.

Philharmonie Lemberg

Emotionale Tiefe

Felix Mendelssohn-Bartholdys „Ouvertüre Die Heimkehr aus der Fremde“, Saint-Saens Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 in A-Moll op. 33 und Wolfgang Amadeus Mozarts „Sinfonie Nr. 41 C-Dur“ (Jupiter-Sinfonie) stehen im Mittelpunkt des Gasspiels der Philharmonie Lemberg. Dabei repräsentieren sie zwar unterschiedliche Epochen, teilen jedoch eine besondere emotionale Tiefe. Mendelssohns Ouvertüre strahlt Leichtigkeit und Romantik aus, während Mozarts Jupiter-Sinfonie schließlich erhabene Schönheit und komplexe Strukturen der Wiener Klassik vereint.

Die Lemberger Philharmonie, 1902 gegründet und eng mit Franz Xaver Mozart verbunden, gehört zu den renommiertesten Orchestern der Ukraine. Das Orchester, das seit 2006 den Titel „Akademisch“ trägt, gastiert in der Saison 2024/25 unter der Leitung von Gudni A. Emilsson in Itzehoe.

Philharmonie des Theaters für Niedersachsen

Wohlklingende Kontraste

Hier steht ganz klar wieder Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt des Gastspieles der Philharmonie des Theaters für Niedersachsen – und zwar mit ein paar ganz besonderen Stücken: Die Motette „Exsultate, jubilate“ ist eines seiner wenigen Werke für Solostimme und Orchester mit einem lateinischen geistlichen Text. Doch zu ernsthaft wird es, wie meist bei Mozart, trotz des klerikalen Hintergrundes nicht:  Der überschäumende Lobgesang ist eines seiner meistgespielten Stücke überhaupt, besonders das freudige Schluss-Alleluja. Viel weniger bekannt ist dagegen die kontrastreiche, fast halbstündige Ballettmusik zu seiner Oper „Idomeneo“, die selbst heute noch nur selten zu hören ist. Dabei lehnt sie sich an die ernsten französischen Opern jener Zeit an, womit Mozart größeren Abwechslungsreichtum in die italienische Opera seria bringen wollte.

Als Kontrast stehen Mozart zwei moderne Kompositionen gegenüber: Der amerikanische Komponist Vijay Iyer ist eigentlich im Jazz zu Hause, in seinen Kompositionen vermischen sich zudem Einflüsse von Minimal Music, Avantgarde und indischer Musik zu einem organischen und emotionalen Ganzen – wie in „Asunder“ eindrucksvoll zu hören ist. Die Britin Anna Clyne war seit 2010 „composer in residence“ bei verschiedenen Orchestern dies und jenseits des Atlantiks. Ihr mitreißende Orchesterstück „Sound and Fury“ bezieht sich auf eine Haydnsinfonie und Shakespeares „Macbeth“.

Die Veranstaltung wird Ihnen präsentiert von:

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