Backstage

Klavierkonzert: Andrey Denisenko

Mozart & Schubert – ein Dialog

Mozart war für Schubert eine zentrale Inspirationsquelle – beide verbindet eine außergewöhnliche Meisterschaft der melodischen Erfindung und ein besonderes Gespür für den Gesang. Während Mozart diese Nähe zur menschlichen Stimme vor allem in seinen Opern entwickelte, prägte Schubert sie durch seine intensive Beschäftigung mit dem Lied. Diese „stimmennahe“ Qualität durchzieht auch ihre Klaviermusik. So entsteht ein Programm, das mit Leichtigkeit und Tiefe, tänzerischer Bewegung und innerer Spannung zwei der größten Melodiker der Musikgeschichte in unmittelbare Beziehung setzt.

Andrey Denisenko, 1992 in Rostow am Don geboren, begann sein Studium 2017 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 2018 gewann er den dritten Preis beim Europäischen Klavierwettbewerb Bremen, den ersten Preis beim Wettbewerb der Elise-Meyer-Stiftung und den Steinway-Förderpreis Klassik. 2019 debütierte er im Großen Saal der Laeiszhalle Hamburg und trat seitdem u.a. in der Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach in Frankfurt/Oder, in der Elbphilharmonie Hamburg und der Philharmonie Berlin auf. Seine Debüt-CD mit Werken von Bach, Brahms und Schumann wurde 2024 bei GENUIN Classics veröffentlicht und von der Fachpresse positiv aufgenommen. 2025 schloss Andrey Denisenko sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab und spielte im Großen Saal der Laeiszhalle Hamburg mit den Symphonikern Hamburg.

Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart Fantasie c-Moll KV 475
Franz Schubert Klavierstück Es-Dur D 946 Nr. 2
Wolfgang Amadeus Mozart Sonate B-Dur KV 333
Franz Schubert 12 Deutsche Ländler D 790
Wolfgang Amadeus Mozart 12 Variationen über «Ah, vous dirai-je, Maman» C-Dur KV 265
Franz Schubert Sonate a-Moll D 784

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Orchester St. Laurentii

Melodien für den Sommerabend

Das um Bläser erweiterte Orchester St. Laurentii lädt zu einem beschwingten Sommerkonzert ein: Mit der Ouvertüre von Wolfgang Amadeus Mozart Sturm und Drang“-Oper „Idomeneo“, der heiter-eleganten Symphonie No. 5 in B-Dur von Franz Schubert – seiner ersten reifen Symphonie – und der farbenreichen „Ancient Airs and Dances“ Suite No. 2 von Ottorino Respighi, mit der sich der Komponist an die Lautenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts anlehnt, erwartet die Besucher ein Programm mit reichlich melodischer Leichtigkeit und klanglicher Eleganz. Festliche Opernenergie, klassischer Charme und tänzerische Klangfarben verbinden sich zu einem musikalischen Potpourri, mit dem das von Dörthe Landmesser geleitete Orchester mit großer Spielfreude die warme Jahreszeit einläutet.

SH Landestheater: „TRAUM!“

Eine musikalische Fantasie

Das Musiktheaterensemble des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters lädt zum Träumen ein! Und zwar in alle Richtungen – mal von Liebe und Leidenschaft, mal von Hass und Rache, mal von Macht und Erfolg. Musikalisch ist die Auswahl dazu riesig, entsprechend vielfältig ist auch das „Traum“-Programm. Wobei der Fokus doch vor allem auf der Liebe liegt, wie in die schwärmerische Verliebtheit, die Tschaikowski in „Ach Tanja, Tanja …“ aus „Eugen Onegin“ in Noten fasst oder Giuseppe Verdis berührende Arie „Caro nome“ aus „Rigoletto“. Dem gegenüber steht die Rossinis Triumpharie „Non più mesta” aus “La Cenerentola“ oder Franz Schuberts Vertonung von Goethes „Erlkönig“ – große Dramatik mit feinem Gruselfaktor!

Programm:
Jacques Offenbach (1819–1880): LES CONTES D’HOFFMANN – „Belle nuit, ô nuit d’amour“ (Barcarole)
Franz Schubert (1797–1828): WINTERREISE – „Frühlingstraum“
Henry Purcell (1659–1695):  KING ARTHUR – „What Pow’r Art Thou“ (Cold Song)
Jacques Offenbach (1819–1880); LES CONTES D’HOFFMANN – „Les oiseaux dans la charmille“ (Puppen-Arie)
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893): EUGEN ONEGIN – „Ach Tanja, Tanja … Ja ne sposobna k grusti tomnoi“ & „Ljubwi wsje wosrasty pokorny“
Carl Maria von Weber (1786–1826): DER FREISCHÜTZ – „Nein, länger trag ich nicht die Qualen … Durch die Wälder, durch die Auen“
Richard Strauss (1864–1949) DER ROSENKAVALIER – „Mir ist die Ehre widerfahren“
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): COSÌ FAN TUTTE – „Soave sia il vento“
Franz Schubert (1797–1828):  „Erlkönig“
Giuseppe Verdi (1813–1901): RIGOLETTO – „Gualtier Maldè … Caro nome“
Richard Wagner (1813–1883): WESENDONCK-LIEDER – „Träume“
Gioachino Rossini (1792–1868): LA CENERENTOLA – „Nacqui all’affanno … Non più mesta“
Paul Abraham (1892–1960): VIKTORIA UND IHR HUSAR – „Mausi, süß warst du heut’ Nacht“

Leitung & Klavier: Borys Sitarski
Moderation: Hendrik Müller
Mit: Anna Avdalyan, Anna Stepanets; Timo Hannig, Christian Alexander Müller

Philharmonie des Theater für Niedersachsen

Mozart trifft Schostakowitsch

Eigentlich könnte man meinen, dass Wolfgang Amadeus Mozart und Dmitrij Schostakowitsch nicht besonders viel gemeinsam haben – doch das gilt nur auf den ersten Blick. Beide Komponisten hatten ihre Schwierigkeiten mit den jeweiligen Autoritäten, und beide verarbeiteten diese Konflikte in ihrer Musik. Während Mozart dies häufig mit einer Prise Humor tat, spürt man in Schostakowitschs Werken oftmals die ständige Angst um Leib und Leben, die ihn in der Stalin-Ära begleitete. Exemplarisch steht dafür die „Kammersinfonie c-Moll op. 110a“, in der er die Opfer aller Regime und Gewalttaten beklagt. Demgegenüber steht Mozarts formal ausgewogene und kontrapunktisch fein gearbeitete Sinfonie Nr. 29 A-Dur.

Programm: 
Wolfgang Amadeus Mozart – Sinfonie Nr. 34 C-Dur KV 338
Dmitrij Schostakowitsch – Kammersinfonie c-Moll op. 110 a nach dem Streichquartett Nr. 8
Wolfgang Amadeus Mozart – Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Dmitrij Schostakowitsch – Klavierkonzert Nr. 2 F-Dur op. 102

Junge Talente im Konzert

Von Bach bis Ysaÿe

Ein Abend ganz im Zeichen junger Talente aus Schleswig-Holstein und Hamburg: Schülerinnen und Schüler der Albert Schweitzer Musikakademie und ihre Gäste präsentieren solistisch, im Duo und als Quartett ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der Violin- und Kammermusikliteratur. Die jungen Nachwuchsmusiker im Alter zwischen 11 und 19 Jahren sind bereits Preisträger vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe und einige von ihnen streben eine berufliche Karriere als Musiker an. Begleitet werden die jungen Künstler am Klavier von Anette Kröger. Ein Konzert voller Spielfreude und musikalischer Vielfalt mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonín Dvořák und Eugène Ysaÿe.  Mit dem Benefizkonzert sollen die jungen Musiker in der Akademie gefördert werden.

Johannes Friedemann

Valses nobles et sentimentales am Piano

Johannes Friedemann wurde international bekannt, als er beim 50-jährigen Jubiläum der Berliner Philharmonie Beethovens fünftes Klavierkonzert interpretierte. Im Alter von sechzehn Jahren begann er sein Klavierstudium in Düsseldorf, danach studierte er an der Zürcher Hochschule der Künste und schloss sein Diplom mit Auszeichnung ab. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er bei Vladimir Ashkenazy. Johannes Friedemann trat unter anderem bei der Biennale in Venedig, am Gewandhaus Leipzig und in der Tonhalle Düsseldorf auf. 2023 spielte er die Welturaufführung eines Klavierkonzertes anlässlich der Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen in Dubai. Beim internationalen Klavierwettbewerb Città di Cesenatico, sowie bei vielen anderen Wettbewerben gewann er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klaviersonate A-Dur KV 331
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Klaviersonate cis-Moll Pathétique
Enrique Granados (1867-1917): Allegro de Concierto Op. 46
Maurice Ravel (1867-1917): Valses nobles et sentimentales
Franz Liszt (1811-1886): La Campanella

Konzert für Oboe und Klavier

Musikalischer Herbstzauber

Die St. Laurentii-Kirche lädt zu einem besonderen Kammerkonzert für Oboe und Klavier ein. Die Musikerinnen Claudia Zülsdorf (Oboe) und I-En Liu (Klavier) präsentieren ein vielseitiges Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Camille Saint-Saëns. Das verspricht ausdrucksstarke Klangfarben und virtuoses Zusammenspiel in der stimmungsvollen Atmosphäre der Kirche. Ein musikalischer Herbstnachmittag, der Klassikliebhaber:innen und Neugierige gleichermaßen begeistern wird.

Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Meisterwerke im Dialog

Mozarts „Haffner“-Sinfonie, Mendelssohns Klavierkonzert Nr. 1 und Beethovens 7. Sinfonie – das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Paul Godwin mit dem Pianisten Martin Stadtfeld stellt hier drei Werke von stilprägender Bedeutung gegenüber. Alle drei Werke zeigen auf unterschiedliche Weise die Ausdruckskraft ihrer Zeit: Mozart steht mit seiner festlich-virtuosen Sinfonie für die Spätklassik in Hochform, Mendelssohn vereint im romantischen Klavierkonzert Brillanz mit lyrischem Ausdruck, während Beethoven mit rhythmischer Wucht und Kühnheit neue Wege beschreitet. Die Werke leben von ihrer rhythmischen Kraft und emotionalen Tiefe – und spiegeln so eindrucksvoll den Übergang von Klassik zur Romantik.

Elin Johanna Böge – Recital

Junges Talent, große Bühne

Der Kulturhof freut sich, die 11-jährige Ausnahmegeigerin Elin Johanna Böge aus Heikendorf zu einem besonderen Konzert begrüßen zu dürfen. Die talentierte Nachwuchskünstlerin ist Stipendiatin der Albert-Schweitzer-Musikakademie und bereits Gewinnerin zahlreicher erster Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben – unter anderem in Hamburg und Kiel. Mit ihrem Trio, bestehend aus Violine, Querflöte und Klavier, gastierte sie bereits in der Laeiszhalle Hamburg.

Elin Johanna Böge präsentiert im großen Saal ein abwechslungsreiches Programm mit Werken der Violinliteratur vom Barock bis zur Romantik – unter anderem von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. Am Klavier wird sie begleitet von Anette Kröger.

Die Besucher dürfen sich auf ein Konzert voller musikalischer Ausdruckskraft, Virtuosität und jugendlichem Elan freuen!

Konzert des SHMF: L’Orfeo Bläserensemble

Alla Turca

Die sogenannte „Janitscharenmusik“, ursprünglich die Militärmusik der Osmanen, war in den Jahrzehnten um 1800 im westlichen Europa ungemein beliebt und wurde von Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Ludwig van Beethoven vielfach eingesetzt, um mit exotisch-östlichem Kolorit zu spielen. Wie in der originalen türkischen Militärmusik verwendeten sie dafür typischerweise Instrumente wie Basstrommel, Triangel und Zimbeln, außerdem sollten hohe Flöten und Klarinetten den Klang der Zurna – einer Art osmanischen Schalmei – imitieren. Das L’Orfeo Bläserensemble, das sich aus Mitgliedern des preisgekrönten L’Orfeo Barockorchesters zusammensetzt, nutzt den Umstand, dass viele der entsprechenden Werke – wie etwa Auszüge aus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ – oftmals bereits kurz nach der Entstehung als sogenannte „Harmoniemusik“ arrangiert wurden. Orchesterstücke waren damit für reine Bläserbesetzungen spielbar und konnten auch bei Freiluftkonzerten oder Tafelmusiken aufgeführt werden. Und heute ebenso in Schleswig-Holsteinischen Kirchen – „Welche Wonne, welche Lust“, wie es so schön in Mozarts „Entführung“ heißt.

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