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Cornelia Monske

Percussion für Hellhörige
Schlagzeug ist kein Soloinstrument – so lautet zumindest ein weit verbreitetes Vorurteil. Cornelia Monske räumt damit auf, und das seit Jahrzehnten und auf den bedeutendsten Bühnen des Landes. Die Hannoveranerin studierte bei Siegfried Fink in Würzburg, bei Klaus Treßelt in Stuttgart, verfeinerte ihre Marimba-Technik in der Meisterklasse von Robert van Sice in Rotterdam und verbrachte ein Studienjahr in Tokio bei der legendären Keiko Abe – einer der einflussreichsten Marimba-Musikerinnen der Welt. Heute ist sie Professorin für Percussion an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und eine der profiliertesten Solistinnen ihres Fachs.
Auf der Bühne versammelt sie bis zu zwanzig verschiedene Instrumente – und fabriziert daraus ein Klanguniversum, das man so nicht erwartet: von hauchzart bis schmetternd, von strenger zeitgenössischer Komposition bis zu einer Eleganz, die ans Tänzerische grenzt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bescheinigte ihr rhythmisches Feingefühl und eine dynamische Bandbreite, die das Publikum in Faszination versetzt. Mehrere Komponisten widmeten ihr eigens Werke. Monske moderiert ihre Konzerte selbst – kenntnisreich, nah am Publikum, ohne Distanz. Wer zeitgenössische Musik für sperrig hält, könnte an diesem Abend eines Besseren belehrt werden.
