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Elli Unruh: „Fische im Trüben“

Leben als Minderheit
Elli Unruh erzählt in „Fische im Trüben“ die Geschichte einer deutsch-mennonitischen Familie, die bis Ende der achtziger Jahre in der Sowjetunion, im südlichen Kasachstan, lebte. Sie taucht ein in die Zeit ihrer Vorfahren, Großeltern und Eltern. Einprägsam und lebendig schildert sie das Leben von Menschen, die durch den Lauf der Geschichte und ständig wechselnde Lebensumstände und -orte nicht mehr aus noch ein wissen, aber in Traditionen, Religion und eigener Sprache Halt finden. Faszinierend lernt man eine ganz und gar fremde Welt kennen, fremde Lebensweisen, fremd auch, was das sowjetische System im Alltag betrifft mit der allgegenwärtigen Miliz und den „Bevollmächtigten“ …
Elli Unruh, 1987 in Georgijewka (Kasachstan) geboren, wuchs in Süddeutschland auf. Sie arbeitet heute im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Für die Fertigstellung dieses, ihres ersten Romans erhielt sie eine Förderung der Kunststiftung sowie des Förderkreises für Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg. Sie lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
