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Philharmonie des Theaters für Niedersachsen

Wohlklingende Kontraste
Hier steht ganz klar wieder Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt des Gastspieles der Philharmonie des Theaters für Niedersachsen – und zwar mit ein paar ganz besonderen Stücken: Die Motette „Exsultate, jubilate“ ist eines seiner wenigen Werke für Solostimme und Orchester mit einem lateinischen geistlichen Text. Doch zu ernsthaft wird es, wie meist bei Mozart, trotz des klerikalen Hintergrundes nicht: Der überschäumende Lobgesang ist eines seiner meistgespielten Stücke überhaupt, besonders das freudige Schluss-Alleluja. Viel weniger bekannt ist dagegen die kontrastreiche, fast halbstündige Ballettmusik zu seiner Oper „Idomeneo“, die selbst heute noch nur selten zu hören ist. Dabei lehnt sie sich an die ernsten französischen Opern jener Zeit an, womit Mozart größeren Abwechslungsreichtum in die italienische Opera seria bringen wollte.
Als Kontrast stehen Mozart zwei moderne Kompositionen gegenüber: Der amerikanische Komponist Vijay Iyer ist eigentlich im Jazz zu Hause, in seinen Kompositionen vermischen sich zudem Einflüsse von Minimal Music, Avantgarde und indischer Musik zu einem organischen und emotionalen Ganzen – wie in „Asunder“ eindrucksvoll zu hören ist. Die Britin Anna Clyne war seit 2010 „composer in residence“ bei verschiedenen Orchestern dies und jenseits des Atlantiks. Ihr mitreißende Orchesterstück „Sound and Fury“ bezieht sich auf eine Haydnsinfonie und Shakespeares „Macbeth“.
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