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Seitenweise: Roswitha Quadflieg

Zwei Hamburger Tagebücher
Was verraten persönliche Aufzeichnungen über die Zeit, in der sie entstanden sind? Roswitha Quadflieg stellt in ihrem „Seitenweise“-Abend zwei außergewöhnliche Tagebücher gegenüber: die Aufzeichnungen des jungen Samuel Beckett aus dem Jahr 1936 und das Tagebuch ihres Vaters, des Schauspielers Will Quadflieg, aus den Jahren 1945/46.
Beide Männer hielten ihre Beobachtungen in Heften und Taschenkalendern fest, die sie bei sich trugen. Doch ihre Lebenssituationen und ihre Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus könnten unterschiedlicher kaum sein: Beckett erlebte Deutschland noch vor dem Zweiten Weltkrieg, Will Quadflieg schrieb unmittelbar nach dessen Ende. Aus den privaten Notizen zweier junger Männer entsteht so ein vielschichtiges Bild einer Zeit, die auch die deutsche Kulturgeschichte nachhaltig prägte.
Im Mittelpunkt der Lesung stehen Roswitha Quadfliegs Bücher „Beckett was here“ und „Ich will lieber schweigen. Das Tagebuch eines Schauspielers 1945/46 und die Fragen seiner Tochter“. Die Autorin, Buchkünstlerin und langjährige Verlegerin der Raamin-Presse, schreibt seit 1985 Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Heute lebt sie in Berlin.
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